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Sozialämter im Kreis Osterode verschwinden

Konzentration auf zwei Jobcenter Sozialämter im Kreis Osterode verschwinden

Auch im Landkreis Osterode werden Sozialämter in den Rathäusern geschlossen. Der Landkreis will alle Aufgaben in den Bereichen Sozialhilfe, Langzeitarbeitslose und Asylbewerber selbst erledigen und konzentrieren. Neben dem bestehenden Jobcenter des Landkreises in der Stadt Osterode soll künftig möglicherweise nur noch eine weitere Anlaufstelle für Leistungsbezieher hinzukommen.

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Quelle: Stefan Sauer/Archiv/Symbolbild

Kreis Osterode. Der Landkreis passt damit die Struktur der Sozialverwaltung an die Struktur im Landkreis Göttingen an. Beide Landkreise fusionieren Ende 2016.

Die Kreisverwaltung werde zwei Standorte vorschlagen, kündigte der Erste Kreisrat Gero Geißlreiter (CDU) an. Der Kreistag hatte mit rot-grüner Mehrheit als Ziel „bis zu zwei Standorte“ im Kreis vorgegeben. In welchem Ort neben Osterode eine Anlaufstelle eingerichtet wird, ist noch offen. In Frage kommen Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Herzberg. Entscheidend seien Verkehrsanbindung, Räumlichkeiten und Kosten, sagte Geißlreiter. Das werde noch geprüft.

Die Stadt Bad Lauterberg hatte zwar den Umbau angestoßen und die Heranziehungsvereinbarung mit dem Landkreis gekündigt, um Ausgaben mit Blick auf einen Zukunftsvertrag zu sparen, aber nicht alle Kommunen sind mit einer Konzentration der Aufgaben und Mitarbeiter beim Landkreis einverstanden. Klaus Becker (SPD), Bürgermeister der Stadt Osterode, spricht gar von „Unfug“. Er sei kein Gegner von Zentralisierung und schon gar nicht der Kreisfusion, aber diese Aufgabe hätten bei der Kommune bleiben sollen. Die Stadt mache das seit mehr als 50 Jahren. Die Stadt beschäftigt 18 Mitarbeiter im Sozialbereich, die nun voraussichtlich zum Landkreis wechseln werden, oder abgestellt werden.   
Der Landkreis als Hartz-IV-Optionskommune beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, unter anderem im Jobcenter. 40 aus den kreisangehörigen Kommunen kommen voraussichtlich hinzu. Die neue Struktur soll Ende 2016 stehen. Auch ohne Kreisfusion hätte er eine Zentralisierung im Jobcenter in Angriff genommen, sagt Geißlreiter.

Nach der Hartz-IV-Gesetzgebung hatte der Landkreis Göttingen ebenfalls die Option gezogen und Betreuung von Langzeitarbeitslosen übernommen. Die Kreisverwaltung war allerdings auf die Kommunen angewiesen und setzte auf dezentrale Aufgabenerledigung. Mittlerweile sind alle Aufgaben in drei Jobcentern in Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden zentralisiert.  Der größte Teil der Sozialämter wurde als Folge aus den Rathäusern abgezogen.

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