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Sozialarbeiter für Flüchtlingsbetreuung

Schule Sozialarbeiter für Flüchtlingsbetreuung

Eltern der Göttinger Hagenbergschule fordern die Landesschulbehörde nachdrücklich auf, an der Grundschule eine zusätzliche Sozialarbeiterstelle einzurichten. Zugleich kritisieren sie, dass ein Antrag der Schule bisher unberücksichtigt blieb, andere Göttinger Grundschulen aber bereits bedacht wurden.

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Von 190 Kindern haben etwa 100 einen Migrationshintergrund aus 22 Nationen, bestätigte die Schulleitung.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Hintergrund ist zum einen die Entwicklung der Schülerschaft an der Hagenbergschule bis heute: Von 190 Kindern haben etwa 100 einen Migrationshintergrund aus 22 Nationen, bestätigte die Schulleitung. An der Schule gebe es zwei Sprachlernklassen. Viele der Kinder seien als „Nullsprachler“ mit Flüchtlingshintergrund gekommen., viele seien traumatisiert, zunehmend seien Kinder gewaltbereit. Zum anderen sei inzwischen bekannt, dass die Stadt in unmittelbarer Nähe eine Unterkunft für etwa 300 Flüchtlinge baut, unter denen ab Sommer viele weitere Kinder im Grundschulalter sein könnten, so die Eltern.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land den finanziellen Weg für 267 Stellen für Schulsozialarbeiter bis Ende 2016 frei gemacht. Im Januar hatte das Kultusministerium angekündigt zunächst 100 Schulsozialpädagogen einzustellen und vornehmlich an Grundschulen einzusetzen. Bereits im vergangenen Oktober hatte die Hagenbergschule nach Tageblatt-Informationen eine Sozialarbeiterstelle beantragt – bisher ohne Antwort, beklagen Elternvertreter unter Berufung auf die Schulleitung. Stattdessen sei in Göttingen unter anderem der Astrid-Lindgren-Schule eine Stelle zugewiesen worden, die bei Bedarf an die Egelsbergschule abgeordnet werden könne.

Die Sprecherin der Landesschulbehörde, Bianca Schöneich, bestätigt diese Aussage und erklärt: Zum Zeitpunkt der Entscheidung sei an diesen Schulen ein höherer Unterstützungsbedarf festgestellt worden. Der Bau einer Flüchtlingsunterkunft im Einzugsbereich der Hagenbergschule sei der Behörde damals noch nicht bekannt gewesen. „Wir sind aber im Gespräch mit der Schulleitung und bieten bei Bedarf Unterstützung an“, so Schöneich. Grundsätzlich sei die Schule aber gut ausgestattet. Zudem habe das Land bereits angekündigt, noch weitere Schulsozialarbeiter einzustellen. Dann werde der Antrag erneut geprüft.

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