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50 Flüchtlinge nach Hann. Münden

Sozialausschuss 50 Flüchtlinge nach Hann. Münden

Der Landkreis Göttingen soll 50 geflüchtete Menschen aufnehmen, die vom Land eigentlich der Stadt Göttingen zugewiesen werden sollen. Dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Stadt, Kreis und Land hat der Sozialausschuss des Rates einstimmig befürwortet.

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Quelle: Hinzmann (Symbolbild)

Göttingen. Der Landkreis Göttingen habe der Verwaltung angesichts freier Plätze in der neu errichteten Flüchtlingsunterkunft in Hann. Münden angeboten, "aus der laufenden Zuweisungsquote der Stadt 50 Geflüchtete in die eigene Zuweisungsquote zu übernehmen", heißt es in der Verwaltungsvorlage. Dies sei vor dem Hintergrund geschehen, dass der Landkreis seine derzeit geltende Zuweisungsquote nahezu erfüllt hat.

Geflüchtete dauerhaft integrieren

Aus Sicht der Göttinger Verwaltung würde eine solche Übernahme den geplanten Abbau von Unterbringungsplätzen in Gemeinschaftsunterkünften in der Stadt unterstützen. Auch ermögliche sie früher als geplant, so die Vorstellung, "eine Durchmischung der bestehenden Flüchtlingsquartiere mit abgeschlossenen Wohneinheiten". Gleichzeitig würden mittelfristig Kosten für die Integration von Geflüchteten reduziert.

Sozialdezernentin Petra Broistedt merkte am Dienstag im Sozialausschuss an, dass die Stadt Münden wegen des demografischen Wandels bestrebt sei, Geflüchtete, die in Münden wohnen, dauerhaft zu integrieren. Auch machte sie deutlich, dass keine Geflüchteten, die bereits in Göttingen wohnten, nun nach Hann. Münden geschickt würden. Ausschließlich Neuaufnahmen sollten direkt nach Münden kommen.

Kosten niedriger

Die Übernahme von 50 eigentlich Göttingen zugewiesenen Geflüchteten durch den Landkreis führt nach Berechnungen der Stadtverwaltung in diesem Jahr zu einer "Ertragsverminderung" von bis zu 250000 Euro. Gleichzeitig seien die Kosten für die Stadt für Lebensunterhalt, Unterkunft und Betreuung aber um 225 000 Euro niedriger. Darüber hinaus würden die Folgekosten der Integration, etwa für Sprachkurse, Beratungs- und Integrationsangebote, Flüchtlingssozialarbeit, Kita oder Schule, und des Familiennachzugs für jeden Geflüchteten, der in Hann. Münden bleibt, vermieden, heißt es in der Vorlage weiter.

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