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Sozialdemokraten ohne Vorstand

Stadtverbandsvorsitzender tritt zurück Sozialdemokraten ohne Vorstand

Bei den Göttinger Sozialdemokraten hängt der Haussegen schief. Fast der ganze Vorstand des Stadtverbandes ist zurückgetreten. Er wird am 4. Oktober komplett neu gewählt. Die Delegierten werden auch einen neuen Vorsitzenden wählen müssen: Gregor Motzer ist zwar noch im Amt, gibt den Vorsitz aber auf.

Ursachen sind Unstimmigkeiten im Vorstand und von Motzer beabsichtigte Änderungen im Stadtverband, dem der Vorstand aber nicht folgen wollte. Er habe versucht, Strukturen zu verändern, aber nicht den nötigen Rückhalt bekommen, so Motzer auf Anfrage. Er wolle jetzt einen geordneten Übergang. Wichtig sei, ein Team zu finden, das volle Unterstützung finde, um kraftvoll in die Wahlkämpfe gehen zu können.

Motzer war erst im Juni 2009 zum Vorsitzenden des Stadtverbands mit rund 1000 Mitgliedern gewählt worden. Der 35-Jährige bleibt Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ost. Der Göttinger Web-Agentur-Unternehmer heiratet dieses Wochenende die persönliche Referentin des niedersächsischen Innenministers, Vera Wucherpfennig, Sprecherin des CDU-Kreisverbandes.

Motzers Stellvertreter Günter Blümel und Karin Klatt-Weber bestätigten gestern ihren Rücktritt, wollten aber zu den Vorgängen in der SPD-Spitze keine Stellung nehmen. Auch die vier Beisitzer sind zurückgetreten. Die Stellung halten noch Sylvia Binkenstein als Kassiererin und Stefan Niebuhr als Schriftführer. Nach dem Rücktritt des stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Horst Reinert im April in der Debatte um die Südumgehung hatte die SPD im August auch auf ihren Fraktionschef im Stadtrat, Tom Wedrins, verzichten müssen.

ft/us

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