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Sozialer Wohnungsbau an der Oberen-Masch-Straße

Ex-DGB-Haus weiter besetzt Sozialer Wohnungsbau an der Oberen-Masch-Straße

Die Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft (VTG) des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) will erneut mit der Göttinger Stadtverwaltung über die künftige Nutzung des ehemaligen DGB-Hauses in der Oberen-Masch-Straße verhandeln und Kontakt aufnehmen. Das bestätigte eine DGB-Sprecherin am Montag.

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Quelle: Brakemeier/Archiv

Göttingen. Ziel der VTG sei, so die Sprecherin, das Haus im kommenden Jahr für den sozialen Wohnungsbau und für eine Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen. Erste Gespräche zwischen den beiden Verhandlungspartnern über die Nachnutzung, auch als Unterkunft für Geflüchtete, hätten vor einem halben Jahr zu keinem Ergebnis geführt. "Uns war der Bau einiger Wohnungen im Objekt als Mieter zu teuer", sagte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Deshalb sei die Immobilie aus der Liste in Betracht kommender Objekte für Flüchtlingsunterkünfte gestrichen worden. Die VTG habe aber deutlich gemacht, dass die sich "den Bau einiger Wohnungen gut vorstellen" könne. Eine Bauvoranfrage oder ein Bauantrag des DGB oder der VTG sei dem Baudezernat, so Johannson, nicht bekannt. Ein Verkauf des Hauses schließt die derweil VTG aus.

 

Seit Donnerstag hält eine Gruppe aus Mitgliedern verschiedener linker Gruppen das seit 2009 leerstehende Gewerkschaftshaus besetzt, um auf den Leerstand in der Innenstadt aufmerksam zu machen und Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Sie fordern das "bedingungsloses Nutzungsrecht" für das Gebäude, die "finanzielle Unterstützung der Instandsetzungsmaßnahmen und Übernahme der Betriebskosten durch Kommune und Eigentümer", keine Räumung und keine Kriminalisierung der Besetzer sowie die "sofortige Nutzbarmachung leerstehenden Wohnraums und Schaffung bezahlbarer menschenwürdiger Wohnungen, die dauerhaft in öffentlichem Besitz bleiben". Bislang, so berichten die Besetzer, hätten seit Donnerstag jede Nacht bis zu zehn Personen in dem Haus übernachtet, "die auf ihren Fluchtwegen durch und in Deutschland am Göttinger Bahnhof gestrandet" seien.

 

DGB-Kreise gehen unterdessen davon aus, dass die Besetzung des Hauses die Suche nach einer dauerhaften Nachnutzung des Hauses beschleunigen wird.

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