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Kartoffelsuppe für den guten Zweck

„Soziales Lernen“: Kartoffelsuppe für den guten Zweck

Sie geben Kartoffelsuppe und Kartoffelsalat aus, auf einem Laptop laufen Präsentationen über Ernährungsgewohnheiten: Achtklässler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) haben als Abschluss des Projekts „Soziales Lernen“ Gerichte auf dem Wochenmarkt verkauft.

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Verkaufen Kartoffelgerichte auf dem Wochenmarkt, um die Göttinger Tafel zu unterstützen: Achtklässler des Theodor-Heuss-Gymnasiums.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Der Erlös soll der Göttinger Tafel zugutekommen.

„Jede Klasse macht ein Projekt, wir haben unseres mit der Göttinger Tafel gemacht“, erzählt Schüler Phillip Apfelbaum. Das Projekt „Soziales Lernen“ gehöre für die Siebt- bis Neuntklässler zum Schulprofil des THG, ergänzt Lehrer Michael Teichmann. „Seit Februar haben wir einmal die Woche eine Stunde daran gearbeitet“, sagt der 15-jährige Phillip. Jeweils drei Schüler seien zur Göttinger Tafel gegangen, hätten bei der Essenszubereitung geholfen und mit den Mitarbeitern über verschiedene Themen gesprochen. Daraus seien später Präsentationen entstanden. Auf dem Wochenmarkt können die Passanten sich diese Infos zu Ernährungsgewohnheiten und -trends oder den Menschen als Essensvernichter auf einem Laptop ansehen.

„Wir haben vorher die Kartoffeln geschält“, berichtet Phillip von den Vorbereitungen für den Verkauf. Gekocht wurden die Gerichte in der Jugendherberge im Habichtsweg. Denn das sei den Schülern aus hygienischen Gründen nicht erlaubt gewesen.

„Soziales Lernen“: Projekt des Theodor-Heuss-Gymnasiums für die Göttinger Tafel

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Bekommen hätten sie die Kartoffeln von Bauern und Supermärkten, wie Phillip erzählt. „Das waren nicht die größten und schönsten Kartoffeln, aber trotzdem noch gut.“ Der Verkauf laufe sehr gut, äußern sich die Schüler bereits nach der Hälfte der Zeit zufrieden. Außer den Verkaufserlösen hätten sie viele Spenden bekommen. Insgesamt seien am Ende des Verkaufs 240 Euro für die Tafel zusammengekommen.

Und was macht die Göttinger Tafel damit? „Der laufende Betrieb läuft über Spenden“, erklärt der ehrenamtliche Mitarbeiter Sebastian Prill. Er hatte als Vertreter von der Göttinger Tafel mit den Schülern kooperiert. Die Tafel rette wöchentlich rund 200 Tonnen Lebensmittel, plane jetzt außerdem eine interkulturelle Begegnungsstätte. Derweil gehen die Schüler ihren Aufgaben auf dem Wochenmarkt nach: Einer gibt Essen aus, ein anderer nimmt das Geld entgegen, so wechseln sie sich ab und verbringen einen Schultag auf dem Wochenmarkt. hsc

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