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Sozialstation Dransfeld: Ausschuss empfiehlt Anteilsverkauf an DRK

„Strukturell wichtige Entscheidung“ Sozialstation Dransfeld: Ausschuss empfiehlt Anteilsverkauf an DRK

„Es ist ja nicht so, als hätten wir nur die Wahl zwischen Pest und Cholera“. Das hat Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) in der Sitzung des Samtgemeindeausschusses für Freizeit, Gleichstellung, Jugend, Senioren und Soziales klargestellt und versucht, die Skeptiker von der notwendigen Neuausrichtung der Sozialstation Münden/Staufenberg/Dransfeld zu überzeugen.

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Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD): „Es ist ja nicht so, als hätten wir nur die Wahl zwischen Pest und Cholera“

Quelle: Hinzmann

Dransfeld. Vielmehr sollen die Anteile der Samtgemeinde an der Sozialstation „in bekannte und bewährte Hände“ gegeben werden – den DRK-Kreisverband Hann. Münden.

Am Ende gab das Dransfelder Gremium wie auch schon der Gesellschaftsausschuss Hann. Mündeneinhellig grünes Licht für die Umstrukturierung der gemeinnützigen Gesellschaft gegeben. Eine endgültige Entscheidung wird im Rat der Samtgemeinde am 11. Dezember fallen.

Bislang halten sind die Kommunen Münden mit 42,71 Prozent, Staufenberg und Dransfeld mit jeweils 12,84 Prozent, der DRK-Kreisverband Münden und die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Göttingen jeweils 14,32 Prozent und der Paritätische Niedersachsen 2,97 Prozent an der gemeinsamen Sozialstation.

„Wir können in den besehenden Strukturen nicht weiterarbeiten“

In Zeiten zunehmender Konkurrenzsituation am Markt könne diese Struktur nicht beibehalten werden. Aus Reihen der Gesellschafter signalisierten sowohl DRK als auch Awo Interesse, 75 Prozent der Anteile zu übernehmen, erläuterte Eilers. Anfang Oktober hätten beide ihre Konzepte vor den Ausschüssen der drei Kommunen vorgestellt, und Anfang November sei in einer zweiten Veranstaltung „die Stimme des Betriebsrates“ gehört worden. Daraus sei die Empfehlung für einen Anteilsverkauf an das DRK erfolgt.

Die Kritik, die Ratsherr Ulrich Maschke (Die Linke) in Bezug auf mangelnde Transparenz öffentlich geäußert hatte, wies Eilers zurück. Maschke sprach sich gegen einen Verkauf der Anteile an der Sozialstation ab: „Wir haben als Räte gar keinen Einfluss mehr“, sagte er, wobei man die Sozialstation bisher „immer als kommunale Aufgabe der Daseinsvorsorge begriffen“ habe.

Die „Bauchschmerzen“, die während der Ausschusssitzung Ingrid Linde-Schwethelm (Grüne) im Bezug auf den Anteilsverkauf äußerte, versuchten DRK-Geschäftsführer Detlef Büchner und Personalvertreterin Andrea Pfaffenbach auszuräumen. „Alle Kunden werden weiterhin besucht, alle Arbeitsplätze bleiben erhalten“, versicherte Büchner. Und Pfaffenbach stellte klar: „Wir können in den besehenden Strukturen nicht weiterarbeiten.“ Das würden auch die Mitarbeiter so sehen.

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