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Spät getrocknete Maispflanzen gehäckselt

Anbaufläche wächst Spät getrocknete Maispflanzen gehäckselt

Die Landwirte sind derzeit dabei, den Mais zu ernten, der in diesem Jahr länger brauchte, um ausreichend Trockenmasse aufzuweisen. In der vergangenen Woche wurde der Mais sowohl für Biogasanlagen wie für Viehfutter bei Barterode gedroschen.

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Maisdreschen bei Barterode: Die Energie- und Futterpflanzen sind doch noch reif geworden.

Quelle: SPF

Die Erträge sind durchschnittlich wie bei den anderen Feldfrüchten in diesem durch Wetterextreme geprägten Jahr. Südniedersachsen kam dabei noch am besten weg.
Die Erträge schätzt Jan Hampe, Geschäftsführer des Maschinenrings Göttingen, auf eine Spannbreite von 45 bis 65 Tonnen je Hektar, im Leinetal und Duderstadt deutlich mehr als auf höheren Lagen wie Jühnde.

Der Maisanteil auf den Äckern steigt zwar auch in Südniedersachsen durch den Bau immer weiterer Biogasanlagen, ist aber noch lange nicht vorherrschend. Hampe schätzt den Anteil nach früher zwei derzeit auf rund fünf Prozent. Die Milchviehhaltung sei zurückgegangen, dafür steige die Nachfrage für den Mais als Energiepflanze, so Hampe. Im Landkreis sei nach wie vor der Winterweizen mit rund 50 Prozent der Anbaufläche die wichtigste Frucht.

Deutschlandweit wurden 2010 Energiepflanzen auf 1,8 Millionen Hektar angebaut, das sind lediglich 15,7 Prozent der Ackerfläche und nur gut ein Zehntel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. In Niedersachsen ist der Flächenanteil nach Angaben des Landvolkverbands sogar noch geringer. Energiepflanzen wuchsen auf 225 000 Hektar, ein Anteil von 11,7 Prozent der Ackerfläche. Als Energiepflanze wird nicht nur Mais angebaut.

Dazu zählen beispielsweise auch Raps und Sonnenblumen als Ölfrüchte zur Biodieselherstellung. Mais allein für alle Verwertungsrichtungen – also auch als Futter und für Nahrungszwecke – brachte es in ganz Deutschland auf eine Fläche von ungefähr 2,3 Millionen Hektar, 19,4 Prozent der gesamten Ackerfläche. Immerhin sechs Prozent des niedersächsischen Strombedarfs werden bereits durch Biogas aus gut 900 Anlagen mit einer Leistung von 467 Megawatt gedeckt.

Der Energiemais für Biogasanlagen nahm davon lediglich 500 000 Hektar oder vier Prozent der gesamten Ackerfläche ein. Allerdings kommt es regional zu Konzentrationen, in Nordwest-Niedersachsen wird teilweise zu 30 bis 50 Prozent Mais angebaut. Biogasanlagen werden nicht nur mit Mais gefüttert, sondern auch mit Getreide, Gras und mit Gülle, in Barlissen sogar zu 40 Prozent.

Das geringere Angebot beschert den Bauern dieses Jahr teilweise deutlich steigende Abnahmepreise. Während der Ernte erlösten niedersächsische Landwirte für ihren Weizen mit 181 Euro pro Tonne nach Angaben der Landwirtschaftskammer 53 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Maispreise steigen nicht so stark an.

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