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Ein Hoch auf den goldenen September

Spätsommer sorgt für Schadensbegrenzung in Freibädern Ein Hoch auf den goldenen September

Erst kalt, dann wolkig, dann heiß: Nur selten hat ein Sommer den Freibadbetreibern so viel Kopfzerbrechen bereitet wie in diesem Jahr. Dementsprechend verhalten fällt auch das Resümee der meisten aus. In Göttingen bei der Sport und Freizeit GmbH (GöSF) gibt man sich versöhnlich.

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Viel los im Freibad am Brauweg.

Quelle: HW

Göttingen. „Wir sind noch auf einen für uns normalen Besucherstand gekommen. Damit haben wir gar nicht mehr gerechnet“, erklärte GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey. Mit 220 000 Gästen in den drei Göttinger Freibädern liege man im Soll. Zum Vergleich: 2015 verzeichneten die Göttinger Bäder 238 000 Besucher, 2014 180 000 und 2013 233 000.

„In der Hauptsaison sah es ziemlich betrüblich aus. Aber der goldene September hat noch alles relativiert“, sagte Frey. Das habe ihn vor allem für die Göttinger Freibad-Liebhaber sehr gefreut. Daher sei es auch die richtige Entscheidung gewesen, die Badesaison zu verlängern. Als letztes Göttinger Freibad schloss das Naturerlebnisbad in Grone erst am Sonntag seine Tore. Dort zählte die GÖSF allein in der vergangenen Woche noch rund 10 000 Besucher.

Während die Bovender Verwaltung noch keine Angaben zur Entwicklung der Besucherzahlen der Freibadsaison im Ratsburgbad in Reyershausen machen konnte, zeigte sich die Stadt Hardegsen mit der Badesaison 2016 enttäuscht. Nach Auskunft von Kämmerer Manfred Schöfer sei zwar dank der kurzfristig verlängerten Öffnungszeit die 20 000er-Marke bei den Besucherzahlen geknackt worden, mit insgesamt 20 984 Besuchern habe das Vorjahresergebnis (26 453 Besucher) aber bei Weitem nicht erreicht werden können.

Fast 40 000 Besucher erfrischten sich in diesem Sommer im Erlebnisbad Dransfeld. Im vergangenen Jahr seien es „um einiges mehr“ gewesen, erzählte Betriebsleiter Matthias Corde. Er hoffe, „dass es besser wird“ und im kommenden Jahr „schnell Sommer wird“. Etwas zufriedener ist dagegen Detlev Haberlandt vom Freibad Rosdorf. Mit rund 55 000 Besuchern kann das Schwimmbad in diesem Jahr fast genauso viele Gäste aufweisen wie im Vorjahr (60 000). „Die letzte Woche im August und die 14 Tage im September haben es rausgerissen“, sagte Haberlandt.

Abgesehen vom September „war die Saison im Großen und Ganzen sehr schlecht“, sagte Erika Maschke, Pächterin des Hochbades in Hann. Münden. Wichtig für Freibäder sei vor allem beständig gutes Wetter. „Die Leute brauchen immer einen Tag, bis sie merken, dass es warm ist“, so Maschke Mit knapp 50 000 Besuchern bleibe man unter der Vorjahresmarke. Dass es überhaupt so viele geworden sind, liege vor allem an der verlängerten Saison und den schönen zwei Wochen im September. Besucherzahlen jenseits der 100000er-Marke, die das Hochbad vor sieben Jahren knackte, liegen derzeit in weiter Ferne. Daher ist Maschkes Wunsch für die nächste Saison eindeutig: „Schönes Wetter, das ist da A und O.“

Die Betreiber des Duderstädter Freibads und des Naturschwimmbads am Seeburger See haben die Auswertung der Besucherzahlen noch nicht abgeschlossen. Afu/be/yah

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