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Spanisches Flair fürs Groner Tor

Bremer Investor plante Filiale der Kette „Café & Bar Celona“ Spanisches Flair fürs Groner Tor

Mit zwei Mitgesellschaftern wollte der Bremer Unternehmer und Investor Thomas Dökel am Groner Tor - dort wo inzwischen die neue Sparkassenzentrale und ein Hotel entstehen - ein Hotel und eine Filiale der Kette „Café und Bar Celona“ bauen. Nach einem Vorgespräch mit der Verwaltung 2013 war Dökel optimistisch.

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Großbaustelle Groner Tor: Hier entstehen derzeit die neue Sparkassenzentrale und ein Hotel. 2013 gab es zwölf Interessenten für das Gelände.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Dökels Pläne sahen vor, rund 5000, also rund zwei Drittel, der zum Verkauf stehenden 7400 Quadratmeter großen Fläche zu nutzen. Zwei getrennte Gebäude sollten entstehen. Ein „Hotel neueren Stils“ mit Drei-Sterne-Standard und ein Gebäude im „spanischen Stil“ für die Gastronomie für zusammen 8,5 Millionen Euro hatten Dökel und seine Partner geplant. Als Referenz für das Hotel sollte das „Zollhaus“ in Bremen dienen, das Dökel mitentwickelt hat.

Im Juni 2013, so Dökel, sei er zu einem „netten“ Gespräch im Neuen Rathaus gewesen, um sein Vorhaben inklusive erster Skizzen und der Präsentation des Bremer Konzeptes vorzustellen. Ihm sei damals in Aussicht gestellt worden, diese Pläne zu einem späteren Zeitpunkt im Bauausschuss vorstellen zu können. Im September sei dann von der Stadtverwaltung die Aufforderung gekommen, ein Konzept und eine Preisvorstellung für das Grundstückabzugeben. Diese hätten er und seine Partner auch abgegeben.

Erst im Januar 2014 trat dann die Stadt erneut mit Dökel in Kontakt: eine Absage an Dökels Konzept. „Eine Gelegenheit zur Präsentation hatte ich nie“, sagt Dökel. Er räumt heute ein, dass er „als ehrlicher Gastronom“ die „umfassenden Anforderungen“ der Stadtverwaltung nicht habe erfüllen können.

„Um ein faires und transparentes Verfahren zu gewährleisten“ seien die zwölf bei der Verwaltung eingegangenen „Interessenbekundungen systematisch erfasst und in eine vergleichbare Matrix“ gebracht worden, erläutert Verwaltungssprecher Detlef Johannson. „Keiner der potenziellen Investoren und Interessenten hat sein Vorhaben individuell präsentiert.“

An der Vorauswahl und die Festlegung auf drei Favoriten war ausschließlich die Verwaltung beteiligt. Die Ratspolitik entschied am Ende nur über die drei Verwaltungsfavoriten - Angebote der B&B Hotels GmbH aus Wiesbaden, der Part AG aus Bad Gandersheim und der Göttinger EBR Projektentwicklungsgesellschaft. Der Entscheidung fiel auf die EBR.

„Eine Gesamtentwicklung des Geländes“ - darauf hatte Stadtbaurat Thomas Dienberg 2013 bei den Planungen für das brachliegende Gelände am Groner Tor Wert gelegt. Am Ende hatte nach Auskunft der Verwaltung von den zwölf Interessenten nur die EBR Pläne für das gesamte 7400 Quadratmeter große Gelände vorgelegt. Die beiden verbliebenen Konkurrenten planten hingegen nur mit 3000 beziehungsweise 4100 Quadratmetern.

Stadtbaurat Thomas Dienberg und Verwaltungssprecher Johannson lehnen jeglichen Kommentar in der Öffentlichkeit zu Dökels geplanten Engagement ab.

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Baustelle Groner Tor - dort entsteht die neue Zentrale der Sparkasse Göttingen. Das Tageblatt wird das Bauvorhaben begleiten, alle offenen Fragen zusammentragen, versuchen, diese zu beantworten und alle Hintergründe zu beleuchten. Den Auftakt macht Thomas Dienberg. Im Tageblatt-Gespräch erinnert sich der Göttinger Stadtbaurat, der den Prozess von Anfang an begleitet hat.

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