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"Der Kreistag ist sehr zersplittert"

Spannender Wahlabend im Landkreis "Der Kreistag ist sehr zersplittert"

13 Parteien haben Kandidaten für die Kreistagswahl ins Rennen geschickt, aber nicht alle traten in jedem Wahlbereich an. SPD, CDU, Grüne, Die Linke, FLWG, FPD, Piraten, NPD, Alfa, AFD, Die Partei, die BI für Osterode und die BL Walkenried haben sich um Sitze in dem ersten gemeinsamen Kreistag der beiden Kreise Göttingen und Osterode beworben.

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Gelöste Stimmung bei der Auszählung im Kreishaus

Quelle: CHH

Das vorläufige Endergebnis

1  SPD 144.848 Stimmen 34,69 Prozent
2  CDU 125.874 30,15 Prozent
3  GRÜNE 53.516 12,82 Prozent
4  DIE LINKE. 18.496 4,43 Prozent
5  FWLG 14.860 3,56 Prozent
6  FDP 18.260 4,37 Prozent
7  PIRATEN 4.920 1,18 Prozent
8  NPD 3.108 0,74 Prozent
9  ALFA Niedersachsen 4.389 1,05 Prozent
10  AfD Niedersachsen 22.340 5,35 Prozent
11  BI Für Osterode 2.828 0,68 Prozent
12  BLW 713 0,17 Prozent
13  Die PARTEI Niedersachsen 3.365 0,81 Prozent 

Stimmen zur Wahl

Die SPD bleibt stärkste Kraft im Kreistag. Sie hat knapp 35 Prozent der Stimmen geholt. „Der neue Kreistag ist sehr zersplittert“, sagt der bisherige Fraktionschef Reinhard Dierkes. Auch wenn die SPD etwa auf dem Niveau der vergangenen Wahl liegt, eine Mehrheitsbildung mit dem bisherigen Partner, den Grünen, war am Wahlabend unsicher. „Wir wollen jetzt aber erst einmal das Ergebnis der Wahlen abwarten und dann schauen, wie wir eine stabile Mehrheit bilden können“, so Dierkes am Sonntagabend. Martin Worbes, Fraktionschef der Grünen, hätte sich für seine Partei mehr erhofft. „Verluste in Höhe des Fukushima-Effektes“, also des Zugewinns bei der letzten Wahl, gab es Stand 22 Uhr. Das sind etwa sechs bis sieben Prozent. Mit etwa 12,5 Prozent der Stimmen liege man in Göttingen aber noch deutlich über dem Landesdurchschnitt. Ob es für eine Weiterführung der Rot-grünen Mehrheit reicht, sei noch nicht sicher. „Wie haben aber noch Hoffnung“, so Worbes.

Harald Noack, bisheriger Fraktionschef der CDU im Kreistag ist zufrieden. „Mein Ziel waren 30 Prozent, die haben wir erreicht“, sagte er zum 22-Uhr-Ergebnis (etwa 30,3 Prozent der Stimmen für die CDU). Er geht davon aus, dass SPD und Grüne im neuen Kreistag keine Mehrheit bilden können. Dafür wären 37 Sitze nötig. „Nach derzeitigem Stand reicht es nicht für Rot-grün“, sagt er. „Das war ein weiteres Wahlziel“, so Noack. In den nächsten Tagen werde es also Gespräche geben, wie die künftige Mehrheit im Kreistag gebildet werden kann.

Viertstärkste Kraft im künftigen Kreistag wird voraussichtlich die AfD mit etwa 5,7 Prozent. „Damit bin ich im vollen Umfang zufrieden, schließlich sind wir zum ersten Mal angetreten“, sagt Dana Guth, AfD-Vorsitzende aus Herzberg, zum Zwischenstand um 22 Uhr. Sie wird bei diesem Ergebnis sicher im neuen Kreistag sitzen. „Ich freue mich auf diese Aufgabe“. Vier bis fünf Sitze für die AfD seinen bei diesem Ergebnis möglich.

Die Linke und die FDP lagen am Abend bei mehr als vier Prozent. Eckhard Fascher (Die Linke) sagte zum Zwischenstand um 22 Uhr: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber ich bin mit 4,3 Prozent zufrieden“. Im Vergleich zur vorherigen Wahl habe man zugelegt, damals habe das Ergebnis in Göttingen und Osterode zusammen bei 3,5 Prozent gelegen. Mit drei möglichen Sitzen im Kreistag könne die Linke „die Arbeitsfähigkeit verbessern“. Die FDP lag bei rund 4,4 Prozent. „Ein sehr, sehr sehenswertes Ergebnis“, so Felicitas Oldenburg von der FDP. Ihre Partei habe „kräftig zugelegt“. Mit drei möglichen Sitzen im Kreistag könne man ab Montag die Arbeit aufnehmen.

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