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Sparkasse streicht Girokontenmodelle

Gebühren steigen Sparkasse streicht Girokontenmodelle

Nur noch drei verschiedene Girokontenmodelle bietet die Sparkasse Göttingen künftig an. Bisher waren es mehr als zehn. Die monatlichen Gebühren steigen um 90 Cent. Frei ist das Konto nun für alle Kunden bis zum 24. Lebensjahr. Außerdem gibt es Modelle für Online- und für Offline-Kunden.

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Nur noch drei Modelle stehen zur Auswahl.

Quelle: Kostyrko

Göttingen. „Bisher nutzen 32 000 unserer 84 000 privaten Girokonteninhaber das Online-Banking“, berichtete Rainer Hald, der Vorstandsvorsitzende am Mittwoch während einer Pressekonferenz. Die Online-Kunden zahlten künftig 3,90 Euro im Monat. Offline-Kunden 6,90 Euro. Das Offline-Modell „Optimal“ sei für Personen, die den Dispokredit in Anspruch nehmen würden, eventuell günstiger als das Online-Konto. Der Zinssatz liege fest bei zehn Prozent, so Hald.

„Im Zuge der Umstellung verbessern wir die Online-Sicherheit“, führte Sparkassen-Vorstand André Schüller aus. Die Internetverbindung werde nun über einen speziellen Browser hergestellt, der sich immer neu installiere. Er biete eine „sichere Übertragung“ der Daten selbst für den Fall, dass der Rechner infiziert sei. „Wir sind meines Wissens die erste Sparkasse in Deutschland, die mit diesem System arbeitet“, erklärte der zuständige Bereichsleiter, Stefan Ehmer.

Eine weitere Neuerung: Für Online-Kunden gibt es einen Kontowecker. Er benachrichtigt über bestimmte Buchungen oder wenn der Kontostand unter Null sinkt. Hald betonte, dass die Sparkasse weiter in der Fläche präsent sein werde. Derzeit gebe es im Geschäftsgebiet über 26 Filialen und 75 Geldautomaten.

Kreditkarten sind künftig nicht mehr Teil des Girokonten-Modells, sondern müssen separat angefordert werden. „Kreditkarten werden in den kommenden zwei Jahren an Bedeutung verlieren“, erwartet der Vorstandsvorsitzende. Hintergrund seien Regelungen, wonach Kreditkartenanbieter seit November 2015 vom Händler nicht mehr als 0,3 Prozent des getätigten Umsatzes als Kosten erheben dürften. Das seien 70 Prozent weniger als bisher. Damit sei das Geschäftsmodell der Anbieter „kaputt“, so Hald. Gewinner werde die Scheckkarte sein.

Die Sparkasse bietet nun zwei separate Kreditkarten-Modelle an. Die teurere Variante beinhaltet unter anderem Rabatte beim Buchen von Reisen sowie ein Reiseversicherungspaket. Das Kreditinstitut will seine Kunden in den kommenden Tagen über die Änderungen informieren.

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