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Sparkassenfusion bei Stadt und Landkreis kein Thema

Sparkassenfusion bei Stadt und Landkreis kein Thema

Für Stadt und Landkreis Göttingen gibt es zurzeit keinen Anlass, als Träger der Sparkasse Göttingen über eine Fusion der Sparkassen im Kreis oder gar in Südniedersachsen zu reden. Das sagen Landrat Bernhard Reuter und Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Es gebe auch keine Pläne in dieser Richtung.

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Quelle: CH

Göttingen. Seit in der vergangenen Woche Baupläne für eine neue Zentrale der Sparkasse Göttingen am Groner Tor bekannt wurden, hat die Debatte um Sparkassenfusionen neuen Zündstoff bekommen. Hintergrund: In den Plänen sind fünf Vorstandsbüros vorgesehen - derzeit hat die Sparkasse in Göttingen drei Vorstandsmitglieder. Hinzu kommt, dass im November die beiden Landkreise Göttingen und Osterode fusionieren. Dann wird es im neuen Landkreis Göttingen fünf Sparkassen geben: Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt, Osterode und Bad Sachsa. Sparkassen sind Anstalten des öffentlichen Rechts in Trägerschaft der Kommunen. Insider gehen nach der bevorstehenden politischen Hochzeit auch von Zusammenschlüssen der Sparkassen aus.

Träger der Sparkasse Göttingen sind über einen Zweckverband zu gleichen Teilen die Stadt und der Landkreis Göttingen, Landrat Reuter ist derzeit Vorsitzender des Verwaltungsrates. Reuter und Köhler (beide SPD) dementieren „Hochzeitsverhandlungen“: „Es gibt keine Fusionsgespräche zwischen den Trägern der Sparkassen im Landkreis Göttingen“, so Köhler. Es gebe auch keine Fusionsgespräche mit Sparkassenträgern im Kreis Osterode. Wer dennoch darüber spekuliere, „muss das ohne die Stadt Göttingen tun“.

Auch Reuter versichert: „Es gibt keine Planung.“ Und die Kreisfusion habe nichts mit einer Verschmelzung der Geldinstitute zu tun. Schließlich gebe es auch nach dem Zusammenschluss der früheren Landkreise Duderstadt, Göttingen und Hann. Münden vor mehr als 40 Jahren bis heute drei eigenständige Sparkassen. Grundsätzlich habe eine Fusion Vor- und Nachteile. Effizienzgewinnen und einer vielleicht schlankeren Verwaltung könnten einem drohenden Identifikationsverlust, einem Verlust örtlicher Nähe und einem geringeren Einfluss kleiner Träger gegenüberstehen.

Ähnlich wie Reuter und Köhler hatten sich die meisten Vorstände und Verwaltungsratsvorsitzenden der anderen Sparkassen in Südniedersachsen geäußert. Nur in Osterode und Bad Sachsa wird offen über Fusionen nachgedacht.

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