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Ein Spielplatz für die Flüchtlingsunterkunft

Spender ermöglichen Bauprojekt am Göttinger Nonnenstieg Ein Spielplatz für die Flüchtlingsunterkunft

Kinderlieder und strahlende Gesichter: Dank zahlreicher Spender können sich die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft am Nonnenstieg nun über einen kleinen Spielplatz freuen. Am Freitag wurde die Eröffnung gefeiert.

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Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Rutsche, Schaukel, Sandkasten und Spielgeräte blieben angesichts des Dauerregens allerdings ungenutzt. Offensichtlich hatten die rund 20 Kinder der Unterkunft die Spielgeräte schon vorher ausprobiert und für gut befunden: Mit einer Tanzaufführung und selbstgebastelten Grußkarten dankten sie den Spendern.


Diese hatten die Einrichtung des Spielplatzes möglich gemacht: Firmen wie Zufall-Logistik schossen Gelder zu, weitere Mittel kamen von der Gauß-Weber-Loge und zahlreichen Privatspendern. "Aufgebaut hat das dann der Bauhof", erzählte Katharina Lankeit, beim Unterkunftbetreiber Bonveno für das Vorhaben zuständig.

Bei den Kindern kommt der neue Spielplatz jedenfalls gut an: Trotz Schulbesuch und umfangreicher Betreuungsangebote plage sie manchmal die Langeweile, erzählte Lara, eine der syrisch-stämmigen Bewohnerinnen. Mit einem verschmitzten Lächeln sagte sie zwar, dass die Rutsche "etwas größer" sein könnte - aber insgesamt findet die Zehnjährige den Spielplatz "sehr gut", wie sie in nahezu fließendem Deutsch erklärte.
Dass die Kinder mittlerweile gut in Deutschland angekommen seien, glaubt auch Astrid Müller. Die Erzieherin ist für die Betreuung der Minderjährigen in der Unterkunft zuständig und findet für ihre Schützlinge nur positive Worte: Sie würden jeden Tag etwas Neues lernen, hätten längst Freundschaften über ethnische Grenzen hinweg, auch mit Deutschen, geschlossen. Trotzdem seien gerade die Angebote für Kinder wichtig: Besonders die Mütter in der Unterkunft seien dafür dankbar - denn die hätten oft genug noch mit ihren eigenen Geschichten zu kämpfen.

Info

"Wir haben es wie alle Unterkunftbetreiber mit rückläufigen Belegungszahlen zu tun", berichtet Hartmut Bonder, Geschäftsführer von Bonveno. Ihm zufolge sind große Bonveno-Unterkünfte derzeit nur noch zu etwa 50 Prozent ausgelastet. "Das entspannt die Situation", denn man könne sich so intensiver um die einzelnen Menschen kümmern, findet er. 
Allerdings sieht Bonder auch wirtschaftliche Risiken, derzeit sei die Situation aber "noch verkraftbar".

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