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Spezialisten fällen 40 Bäume über Reinhausen

Lichter Himmel über Reinhausen Spezialisten fällen 40 Bäume über Reinhausen

Der Himmel ist licht geworden über Reinhausen. Hoch über den Häusern, oben auf den Klippen, fehlen die Bäume. Noch stehen einige alte Eichen und Eschen im östlichen Teil auf den bis zu 30 Meter hohen Felswänden entlang der Waldstraße, doch auch diese werden an diesem Wochenende der Kettensäge von André Bernhard und Henrik Dzeia zum Opfer fallen.

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Bäumefällen hoch über Reinhausen: Henrik Dzeia (rechts), André Bernhard (links) und Tim Lüdecke.

Quelle: Gückel

Reinhausen. Die Spezialisten in Sachen Baumfällungen arbeiten seit zwei Wochen daran, die potenzielle Gefahr hoch über dem Dorf zu beseitigen.

Nötig wurde das, berichtet Dzeia, der aus Reinhausen stammt, weil das Totholz der alten Bäume ins Tal auf Häuser und Straße zu stürzen drohte. Vor eineinhalb Jahren war ein solcher Ast hinabgstürzt und hatte den großen gemauerten Grill in einem Garten zerschlagen. Der Landkreis hatte darauf vom Eigentümer des Geländes oberhalb der Ortsdurchfahrt verlangt, dass er die Bäume sichert.

Die untere Naturschutzbehörde hat mit dem Forstunternehmer Dzeia auch die Fällung abgestimmt .  Schließlich ist die Felsformation entlang des Dorfes ein Naturdenkmal.  Auch die Sperrung der Straße aus Sicherheitsgründen wurde zur Auflage gemacht.

Im vergangenen Jahr wurden schon die meisten der Eichen entfernt. Die, die direkt an der Kante des Steilhanges stehen, mussten aber von Spezialisten gefällt werden. Das sind 40 Bäume - und das Unterfangen ist teuer. Denn Dzeia muss die teils übers Tal ragenden Bäume mit Doppel-Seilwinde und vorgespanntem Forsttraktor sichern und entgegen ihrer natürlichen Neigung umziehen.

Lebensgefährlich

André Bernhard aus Duderstadt, Seilkletterer und Experte für schwierige Baumfällungen, sägt sie angeseilt ab.

Dazu musste unterhalb des nördlichen Klippen-Zuges die Waldstraße gesperrt werden. An diesem Wochenende jeweils von 8 bis 17 Uhr noch einmal. Die Umleitung führt durchs Dorf. Einzig für die letzten drei Bäume wird wohl die Abzweigung vorübergehend ganz gesperrt , sagt Dzeia.

Und wie alt sind die knorrigen Eichen? Mindestens 70 Jahre, schätzt Dzeia. Er könne sich irren, denn der Boden sei karg auf den Sandsteinfelsen. „Viel älter“, sagt Karl Hoffmeister, der die Aktion von seinem Hof aus beobachtet. „Die waren ja schon groß, als ich Kind war.“

Hoffmeister ist hier aufgewachsen und heute 78. Er erinnert sich, wie im Jahr 1941 ein Baum abstürzte und alle 20 Telefonleitung durchs Dorf zerriss. Reinhausen war vom Telefon abgehängt. Selbst wenn nur ein kleiner Ast abbreche - 30 Meter tiefer habe der eine lebensgefährliche Wucht.

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