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Sportfeld für Flüchtlinge in Göttingen geplant

Integration durch Bewegung Sportfeld für Flüchtlinge in Göttingen geplant

Integration durch Bewegung: Der Allgemeine Sportclub (ASC) Göttingen möchte auf dem Gelände des auf den Zietenterrassen geplanten Flüchtlingswohnheims ein überdachtes Sportfeld bauen. Das bestätigte ASC-Geschäftsführer Jörg Schnitzerling auf Anfrage.

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Die Markierung zeigt, in welchem Bereich etwa das Flüchtlingswohnheim gebaut werden soll.

Quelle: Meder

Göttingen.  Ziel sei es, die Flüchtlinge zu integrieren, indem man ihnen Raum für sportliche Betätigung schaffe. Man wolle von Beginn an versuchen, auf die Neuankömmlinge zuzugehen. Schließlich befinde man sich mit den Vereinsgebäuden in direkter Nachbarschaft.

Geplant sei derzeit ein 15 mal 30 Meter großes, überdachtes  Sportfeld, damit man es auch bei schlechtem Wetter nutzen könne, erklärte Schnitzerling. Nach ersten Schätzungen lägen die Kosten dafür etwa im fünfstelligen Bereich. Ziel sei es, Sponsoren für die Finanzierung zu finden. „Derzeit sprechen wir mit Partnern des Sports, mit Verbänden und Freunden und versuchen, für unsere Idee der Integration zu werben“, sagte Schnitzerling. „Das sieht sehr erfolgversprechend aus.“

Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) begrüßte die Pläne des ASC: „Das ist eine ganz großartige Initiative“, sagte sie. „Die Hilfsbereitschaft und das Engagement sind sehr beeindruckend.“ Die Stadt Göttingen könne sich allerdings nicht finanziell an dem Bau des Sportfeldes beteiligen. Das Sportfeld soll nach derzeitigem Stand direkt neben dem Flüchtlingswohnheim gebaut werden – in enger Zusammenarbeit mit dem späteren Betreiber der Unterkunft. Ebenso wie das Flüchtlingswohnheim soll auch das Sportfeld nur für eine begrenzte Zeit von vier bis fünf Jahren Bestand haben.

Unterdessen sei der Entwurf zur Ausschreibung, mit der ein Betreiber für die Unterkunft gesucht werden soll, überarbeitet worden, sagte Schlapeit-Beck. Viele Verbesserungsvorschläge seien übernommen worden.Wichtigste Änderung: Nach der Kritik am ursprünglich festgelegten Personalschlüssel mit bis zu vier Mitarbeitern sei im Entwurf nun von „mindestens vier Kräften“ die Rede. Außerdem werde die Präsenz des Wachdienstes erweitert. Derzeit liege der überarbeitete Text der Ausschreibung einem Fachanwalt vor. „Danach wird der abschließende Entwurf den Ratsfraktionen zur Kenntnis gegeben. Dann erfolgt die Ausschreibung“, erklärte Schlapeit-Beck.

Noch in diesem Jahr will die Stadt auf den Zietenterrassen ein Wohnheim für 180 Flüchtlinge bauen. Die 30 Wohnungen sollen im August oder September bezugsfertig sein. Dafür muss die Stadt etwa 4,5 Millionen Euro aufbringen.

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