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Sporthalle Groß Schneen: Sanierung birgt Risiken im Fundament

Lieber Neubau Sporthalle Groß Schneen: Sanierung birgt Risiken im Fundament

Die bei dem Unwetter in der Nacht vom 16. auf den 17. August stark beschädigte Sporthalle in Groß Schneen soll abgerissen und neu gebaut werden. Eine Sanierung sei nicht wesentlich billiger und mit Risiken behaftet, befand der Bau- und Wirtschaftsausschuss des Landkreises Göttingen am Dienstag.

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Die bei dem Unwetter in der Nacht vom 16. auf den 17. August stark beschädigte Sporthalle in Groß Schneen soll abgerissen und neu gebaut werden.

Göttingen. Unter anderem war der Betonsockel der Halle bei der Überflutung zeitweise 80 Zentimeter hoch unter Wasser.

Insgesamt entstand an der Halle ein schaden in Höhe von mindestens 860000 Euro. Aber, so die Kreisverwaltung weiter: „Es verbleiben jedoch Restrisiken wie die mikrobiologische Belastung der vom Starkregenereignis durchnässten Porenbetonaußenwände durch Schimmelpilze und Bakterien.“ Hier wäre eine Sanierung sehr teuer. Aufgrund der Bauweise der Halle wäre zudem ein Schutz gegen vergleichbare Überschwemmungen „nur begrenzt möglich“.

Über die Beseitigung der Schäden hinaus, führte die Verwaltung aus, müsste die Halle in den kommenden Jahren für weitere 3,57 Millionen Euro saniert werden. Fazit: „Damit die sanierte Dreifeldsporthalle den aktuellen baulichen Standards entspricht, ist mittelfristig von einem Sanierungsaufwand von mindestens etwa 4,43 Millionen Euro auszugehen.“

Ein Neubau hingegen, meint die Verwaltung, ist zwar etwas teurer, biete aber – auch finanzielle – Sicherheit. Ein Bau, der die Minimalanforderungen erfülle, koste etwa 5,5 Millionen Euro. Zu bevorzugen sei allerdings ein Gebäude in Passivhausbauweise, um langfristig Energie zu sparen. Die Kosten für eine solche Lösung veranschlagt die Kreisverwaltung mit gut 5,85 Millionen Euro.

Vertreter aller Parteien folgten der Argumentation der Verwaltung und sprachen sich für einen Neubau aus. Darüber abstimmen wollte der Ausschuss allerdings nicht. Das soll jetzt der Kreisausschuss tun. Weil sich die Fraktionen jedoch weitgehend einig sind, dürfte die Zustimmung dazu außer Frage stehen.

Gleichgültig, ob Sanierung oder Neubau: „Die Nutzung der Sportstätte wird nach derzeitiger Einschätzung frühestens zur Jahresmitte 2017 wieder möglich sein“, schätzt die Kreisverwaltung.

 

IGS und Feuerwehrhaus

Die Sporthalle Groß Schneen steht auch auf der Sitzung des Göttinger Kreistags am Donnerstag, 5. November. Außerdem geht es um die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Dransfeld. Hierzu hat die Partei Die Linke einen Antrag gestellt.

Weiteres Thema ist das FFH-Gebiet Schwülme und Auschnippe. Die Kreisverwaltung möchte das Gebiet dem Landkreis Northeim als Naturschutzgebiet unterstellen. Dies lehnt der Flecken Adelebsen ab: Die dortige Verwaltung und Anrainer befürchten, dass es bei einer solchen Übertragung zu Nutzungseinschränkungen kommt.

Außerdem befasst sich der Kreistag mit der Modernisierung der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle für Stadt und Landkreis Göttingen. Die Sitzung am Donnerstag im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, beginnt um 15 Uhr.

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