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Sporttag für Flüchtlinge in Göttingen

Fußball und Tanz Sporttag für Flüchtlinge in Göttingen

Fußball spielen, turnen, tanzen: Einen Sporttag für Flüchtlinge aus der Unterkunft im ehemaligen Gebäude der Voigtschule haben Ehrenamtliche am Sonnabend ausgerichtet. In der Jahnsporthalle kamen dabei alle ins Schwitzen.

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Quelle: afu

Göttingen. Petra Prahl hatte den Sporttag mit anderen Ehrenamtlichen organisiert. "Damit die Flüchtlinge einfach ein bisschen was zu tun haben, sich bewegen und Gemeinschaft erleben können", sagte sie. Knapp 40 Flüchtlinge nahmen das Angebot wahr - darunter auch Frauen und Kinder.

Für die Kleinen hatten Prahl und ihre Mitstreiter in der kleinen Halle einen Bewegungsparcours aufgebaut - mit vielen Spielen. Für die Frauen stand Tanzen auf dem Programm - woran auch die Kinder ihren Spaß hatten. Deswegen seien auch alle Mütter mit ihren Kindern aus der Unterkunft Voigtschule dabei, sagte Prahl, die dort Deutschunterricht gibt.

In der großen Halle nebenan spielten derweil die Männer Fußball. Mehrere Mannschaften wurden gebildet. Auch zehn Flüchtlinge aus der Sporthalle auf den Zietenterrassen nahmen teil. Die hatte Betreuer Gustavo Moreno Morales kurzerhand mitgebracht zum Sporttag. "Damit auch sie mal rauskommen aus ihrer Unterkunft", sagte er.

Moreno Morales wird ab nächster Woche mit seiner Kollegin Marieke Thune im Auftrag des Trägers mehrerer Göttinger Flüchtlingsunterkünfte, Bonveno, die derzeit etwa 80 Flüchtlinge im ehemaligen Gebäude der Voigtschule betreuen. Bislang sei die Betreuung ausschließlich von Ehrenamtlichen geleistet worden, sagte Prahl. Jetzt könne man zusammen viel mehr bewegen. "Schön, dass nun endlich etwas passiert", sagte sie. "Die Arbeit der Ehrenamtlichen kann man gar nicht hoch genug einschätzen", ergänzte Morales. Jetzt, mit der guten Zusammenarbeit aller, seien Unternehmungen wie der Sporttag sicherlich noch häufiger möglich.

Das dürfte auch Marwan Shalabi freuen. Der 24-Jährige aus dem Libanon lebt seit rund einem Monat in Göttingen - und spielt Fußball für sein Leben gern. "Solche Tage wie heute sind sehr wichtig für uns, für unseren Zusammenhalt und unsere Gesundheit", sagte Shalabi, der in der Sporthalle auf den Zietenterrassen untergekommen ist. Göttingen gefalle ihm gut, aber auf Dauer würde er gerne in Hannover leben. "Hannover ist sehr schön", sagte er. Dort würde er gerne sein im Libanon begonnenes Studium International Business fortsetzen und seinen Abschluss machen. "Ich möchte auf jeden Fall in Deutschland bleiben", betonte er.

Unterdessen sind am Sonnabend weitere 50 Flüchtlinge in Göttingen angekommen. Sie wurden nach Angaben der Stadtverwaltung in der Sporthalle auf den Zietenterrassen untergebracht. Am Sonnabendmorgen waren die ersten Busse an der Unterkunft eingetroffen. Afu

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