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Sportzentrum im Rodetal, Schulsport an der Bünte?

Emotionale Diskussion Sportzentrum im Rodetal, Schulsport an der Bünte?

Ein neues Sportzentrum soll im Rodetal entstehen. Das bedeutet aber keinesfalls das Aus für den Schulsport an der Bünte. Dort müssen die Anlagen für die Schulen erneuert werden. Mit jeweils einer Stimme Mehrheit haben Familien-, Kultur- und Sportausschuss Schulausschuss nach langer, emotionsgeladener Diskussion diese Variante empfohlen.

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Sportanlage Rodetal: Hier soll ein neues Sportzentrum eingerichtet werden.

Quelle: Vetter

Nörten-Hardenberg. Groß bleibt der Gesprächsbedarf. So will Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) bei dem Konzept, das erst seit knapp 14 Tagen vorliegt, die Feinabstimmung mit den Schulen nachholen.

„Ergebnisoffen“ sei die Vorgehensweise, betonte mit Klinkert-Kittel Planer Christoph Schwahn. Doch für viele – in den Ausschüssen und im Publikum mit rund 80 Leuten – schien das Votum für das Rodetal schon gefallen. Dementsprechend heftig fiel der Protest auch aus Richtung des SSV aus. „Die meisten der baulichen Anlagen schreien nach Erneuerung“, sagte Schwahn zum Standort Bünte. Wichtig sei dort die Anpassung an den Stand der Technik sowie eine Verbesserung des Angebots für den Schul- und den Vereinssport. Konflikte brächten in dem Wohngebiet der Parkverkehr und der Lärm durch die Sportanlage.

Als Vorzüge eines Sportplatzes „An der Bünte“ hob der Planer die gute Erreichbarkeit  und die Nähe zu den Schulen hervor. Als Nachteile führte er das begrenzte Platzangebot sowie  den schlechten Zustand des Bolzplatzes mit hoher Verletzungsgefahr hervor. Nicht einmal über Umkleiden und Duschmöglichkeiten verfüge der Platz an der Bünte. „Der Standort Bünte ist am Ortsrand entstanden, der Standort Rodetal ist jetzt am Ortsrand“, sagte Schwahn. Ohne Probleme könnten im Rodetal ausreichend Parkplätze geschaffen werden.

Für das Sportgelände beim Wohngebiet schnell ein „Aus“

Vom Wohngebiet trenne den Sportplatz die Bundesstraße mit Bepflanzung für den Lärmschutz. Für die Bünte gebe es doch sicher Bestandschutz, nahmen viele im Publikum an. Wie für das Altstadtfest in Göttingen könnte sich für das Sportgelände beim Wohngebiet schnell ein „Aus“ ergeben, meinte Schwahn angesichts des Lärmpegels.

Wie Kinder über die Bundesstraße zur Sportanlage ins Rodetal kommen sollten, fragte eine betroffene Mutter. Und die Grundschüler Felicitas (10) und Nele (9) hatten im Sinne ihrer Schule ein Plädoyer für die Bünte vorbereitet. Ein Plus für das Rodetal ergaben die Kosten. Während Hauptamtsleiterin Susanne Glombitza beim Umzug der Sportanlagen ins Rodetal den Verkauf von freiwerdendem Bauland einplante und so den Eigenanteil der Gemeinde bei rund 125 000 Euro angesetzt hatte, müsste der Flecken beim Verbleib der Sportanlagen an der Bünte mindestens den dreifachen Betrag für sich rechnen.

Das Votum beider Ausschüsse fiel knapp für die Planung im Rodetal aus. Über den CDU-Antrag für die Bünte musste nicht mehr abgestimmt werden.

Von Ute Lawrenz

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