Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Spuckender Linksaktivist zu 75 Tagessätzen verurteilt

Tumult im Gerichtssaal Spuckender Linksaktivist zu 75 Tagessätzen verurteilt

Ein mehrfach vorbestrafter Linksaktivist hat sich am Freitag erneut eine Geldstrafe eingehandelt. Das Amtsgericht verurteilte den 24-Jährigen wegen tätlicher Beleidigung zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je 30 Euro (insgesamt 2250 Euro).

Voriger Artikel
Sanierung Maschmühlenweg: Pläne zum Ausbau
Nächster Artikel
Bovender Eltern fordern Zaun rund um den Schulhof
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Dass Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte bei einer Protestaktion von Abschiebungsgegnern eine Polizistin bespuckt hatte. Während der von ihm angefochtene Strafbefehl von einfacher Beleidigung ausging, wertete das Gericht das Spucken als tätliche Beleidigung, die mit einem höheren Strafmaß geahndet wird.

Der Vorfall hatte sich im April ereignet, als Abschiebungsgegner die Rückführung eines Somaliers nach Italien verhindern wollten. Damals war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen linken Aktivisten und der Polizei gekommen. Der 24-Jährige war erst vor zwei Monaten wegen Polizistenbeleidigung zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verurteilt worden.

Die Beamtin habe den Angeklagten wiedererkannt, sagte der Richter. An ihrer Glaubwürdigkeit gebe es keinerlei Zweifel. Das Gericht blieb unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 90 Tagessätze gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Zu der Verhandlung waren auch diesmal wieder zahlreiche Sympathisanten des Angeklagten erschienen. Sie quittierten das Urteil mit lautstarken Unmutsäußerungen und lauter Musik. Der Richter ließ daraufhin den Saal räumen. Die Staatsanwaltschaft habe gegen zwei Prozessbesucher ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet, teilte eine Polizeisprecherin mit. Sie sollen durch provozierende Aufschriften die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Bereitschaftspolizei verunglimpft haben.

Von Heidi Niemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“