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St.-Jacobi-Schularbeitenhilfe zieht in frühere Räume der Göttinger Tafel

Kirchengemeinde investiert 28 000 Euro St.-Jacobi-Schularbeitenhilfe zieht in frühere Räume der Göttinger Tafel

„Einige haben mit unserer Hilfe das Abi gemacht“, sagt Hildegard Alvares stolz. Die pensionierte Lehrerin ist die Leiterin der Schularbeitenhilfe der St.-Jacobi-Kirchengemeinde. Und die hat am Wochenende ihre neuen Räume bezogen. Pastor und Vorsitzender des Kirchenvorstands, Harald Storz, hat Alvares am Freitagabend im Rahmen einer kleinen Feier mit Mitarbeitern und Gästen symbolisch den Schlüssel übergeben.

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Mit Europakarte für die neuen Räume: Hildegard Alvares (links) und Pastor Harald Storz.

Quelle: Pförtner

Göttingen. 34 Jahre lang war die Schularbeitenhilfe in den Mehrzweckräumen des Gemeindehauses untergebracht. „Das erforderte im Blick auf das Mobiliar manchen Kompromiss“, sagt Storz. Doch vor allem stünden dort Sanierungsarbeiten wie etwa der Einbau eines Fahrstuhls und der Schaffung einer barrierefreien Toilettenanlage bevor. Während der Bauarbeiten hätte die Schularbeitenhilfe nicht angeboten werden können. Daher wurden die früheren Räume der Göttinger Tafel im Anbau des Pfarrhauses an der Jüdenstraße hergerichtet und erhielten teilweise neues Mobiliar. Etwa 28 000 Euro habe laut Storz die Kirchengemeinde investiert, um der Schularbeitenhilfe mittel- bis langfristig die Räume zur Verfügung stellen zu können.

Täglich von 14 bis 16 Uhr steht das Team um Alvares – 14 Ehrenamtliche – Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, um Nachhilfe zu geben, wo es erforderlich ist. Das reicht von der Unterstützung von Flüchtlingskindern mit mangelnden Sprachkenntnissen bis hin zur Hilfe bei der Vorbereitung aufs Abitur. Die Altersspanne der Kinder und Jugendlichen, die zur Schularbeitenhilfe an St. Jacobi kommen, reiche von sechs bis 18 Jahre. „Wir sind für alle offen“, sagt Alvares, „für Schüler aller Schularten und aus Familien mit Migrationshintergrund“. Enger Kontakt werde mit den Schulen gehalten.

Superintendent Friedrich Selter freute sich am Freitagabend bei der kleinen Feier darüber, dass bei St. Jacobi die Unterschiede zwischen Kirche und Diakonie nicht so stark auseinander klafften, denn mitunter habe sich eine instrumentalisierte Diakonie entwickelt, die sich ein Stück weit von der Gemeinde entfernt habe. Die Schularbeitenhilfe von St. Jacobi indes sei ein Projekt, das in enger Verbindung von Gemeinde und Diakonie stehe. Verlässliche finanzielle Unterstützung erfährt die Schularbeitenhilfe vom Göttinger Verein für Jugendfragen. Deren Vertreterin Christine Wulf überreichte an Alvares eine Europakarte für Kinder, die fortan die neuen Räume zieren soll.

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