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Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen Northeimer Polizisten

Angetrunkenen 37-Jährigen laufen gelassen Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen Northeimer Polizisten

Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 3 bei Salzderhelden ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen zwei Polizeibeamte der Inspektion Northeim wegen des Verdachts eines möglichen Fehlverhaltens.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Northeim/Salzderhelden. Sie sollen einen unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss stehenden 37 Jahre alten Mann nach einem Vorfall in der Notaufnahme des Northeimer Krankenhauses zunächst im Streifenwagen mitgenommen, ihn dann aber an der Bundesstraße rausgelassen haben. Wenig später wurde der Mann Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem er lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

Wie Andreas Buick, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage mitteilt, gehe es in dem Verfahren darum, ob den Beamten ein Vorwurf wegen gefährlicher Körperverletzung gemacht werden müsse. Fraglich ist, ob sie hätten erkennen können, dass der Mann so von einem zuvor eingenommenen Schmerzmittel in Verbindung mit Alkohol beeinträchtigt war, dass er sich selbst gefährden konnte. Es sei jedenfalls nach ersten Erkenntnissen nicht so, so Buick, dass hier eine hilflose Person auf der Straße ausgesetzt wurde.

Der Unfall hatte sich am 15. April gegen 21.37 Uhr ereignet. In Höhe der Abfahrt Salzderhelden war der 37-Jährige von einem Personenwagen erfasst und so schwer verletzt worden, dass er noch immer im Göttinger Universitätsklinikum liegt. Sein Zustand ist nach wie vor kritisch.

Noch eineinhalb Stunden zuvor waren Polizeibeamte zum Northeimer Krankenhaus gerufen worden, weil der 37-Jährige in der Notaufnahme randaliert hatte. Die Beamten nahmen den Mann danach auf dessen Wunsch im Streifenwagen mit, ließen ihn aber an der B 3 in Höhe Vogelbeck den Wagen verlassen. Dort ging er offenbar zunächst sicher auf dem parallel zur Fahrbahn laufenden Geh- und Radweg. Wie es zu dem späteren Unfall kommen konnte, ist unklar.
Die Polizei Einbeck sucht deshalb weiterhin etwaige Zeugen, die den Mann vor der Kollision an der B 3 gesehen haben.

Die polizeiinternen Ermittlungen gegen die beiden Polizeibeamten wurden aus Neutralitätsgründen der Polizeiinspektion Göttingen übertragen.

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