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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizisten

Versuchte Erpressung Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizisten

Die Göttinger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen pensionierten Polizeibeamten wegen versuchter Erpressung. Der 63-Jährige soll mit vertraulichen Unterlagen des Staatsschutzkommissariats versucht haben, sich einen besseren Dienstgrad zu verschaffen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Nach Mitteilung der Ermittlungsbehörde soll sich der vor eineinhalb Jahren pensionierte Kriminaloberkommissar während seiner aktiven Zeit in amtlicher Verwahrung befindliche Unterlagen an sich genommen haben, um sie zu einem späteren Zeitpunkt als Druckmittel gegenüber der Polizeibehörde beziehungsweise dem Niedersächsischen Innenministerium zu verwenden. Konkret soll er angedroht haben, dass er Unterlagen des Staatsschutzkommissariats veröffentlichen werde, wenn er nicht rückwirkend auf den Dienstposten eines Kriminalhauptkommissars befördert werde.

 

Bei einer Durchsuchung der Privaträume seien einschlägige Dokumente sichergestellt worden, teilte Oberstaatsanwalt Andreas Buick am Donnerstag mit. Dabei habe es sich um Karteikarten, Ausdrucke von E-Mails und Lichtbilder gehandelt, die sich auf Personen beziehen, "die offenbar nach Einschätzung der Polizei dem Personenkreis linksmotivierter Straftäter angehören oder diesem nahe stehen", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Dem pensionierten Polizisten wird jetzt Verwahrungsbruch, versuchte Nötigung beziehungsweise versuchte Erpressung zur Last gelegt. In welcher Form das Material geeignet sein könnte, eine Polizeibehörde und ein Ministerium zu erpressen, war am Donnerstag nicht zu erfahren.

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