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Stadt Göttingen bereitet sich auf den Notfall vor

300 Flüchtlinge an einem Tag Stadt Göttingen bereitet sich auf den Notfall vor

Die Verwaltung geht davon aus, dass der Stadt in naher Zukunft an einem Tag bis zu 300 Flüchtlinge zugewiesen werden könnten. Für diesen Fall wolle man gewappnet sein, sagte Verwaltungssprecher Detlef Johannson am Freitag, weswegen hinter den Kulissen bereits fieberhaft gearbeitet werde.

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Die Verwaltung geht davon aus, dass der Stadt in naher Zukunft an einem Tag bis zu 300 Flüchtlinge zugewiesen werden könnten.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. In einem solchen Notfall müssten dann wohl auch Göttinger Turnhallen mit Flüchtlingen belegt werden. Mindestens vier hat die Verwaltung bereits benannt: die GSG-Halle am Königsstieg, die alte THG- sowie Hainbund- und Jahnhalle.

Es sei aber damit zu rechnen, dass noch weitere Sporthallen zur Verfügung gestellt werden müssten, erklärte Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF).

Die Stadtverwaltung habe im Notfall nur 48 Stunden Zeit, zu reagieren, sagte Johannson. Wenn Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden müssen, müsse unter anderem die Versorgung der Menschen in diesem „knappen Zeitfenster“ sichergestellt werden. In Wohnheimen wie auf den Zietenterrassen gebe es Küchen, in Sporthallen nicht.

Zudem müssten die Turnhallen zuvor ausgeräumt und darin Betten aufgestellt werden. „Das alles wird derzeit im Hintergrund vorbereitet.“ Alternativ hätte man auch jetzt bereits die entsprechenden Turnhallen schließen können. „Das wollen wir aber nicht.“

Unterdessen bittet die Ratsfraktion der Grünen die Bürger „um Verständnis für die Bemühungen der Stadt, in kurzer Zeit möglichst vielen Flüchtlingen eine Unterkunft bereitzustellen“. Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen erforderere „unkonventionelle Maßnahmen, die teilweise auch unbequem sind. Dazu gehört leider auch die Verkürzung gewohnter Beteiligungsprozesse“, sagte der Fraktionsvorsitzende Rolf Becker. afu

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