Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Göttingen: 47 Millionen Euro für Flüchtlinge

Land erstattet 14 Millionen Euro Göttingen: 47 Millionen Euro für Flüchtlinge

Die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen kostet Göttingen bis Jahresende etwa 47 Millionen Euro. Darin enthalten sind 20 Millionen Euro für Bau und Einrichtung von Wohnheimen. Vom Land erstattet bekommt die Stadt gut 14 Millionen Euro – Großteils aber erst in zwei Jahren.

Voriger Artikel
Mitglieder-Rekord bei Göttinger Jägern
Nächster Artikel
Polizei nimmt zwei Männer in Göttingen fest
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Viele Posten fließen in das Zahlenwerk mit ein, das die Kämmerei der Stadt unter der Überschrift „Kosten für Flüchtlinge 2015/16“ zusammengefasst hat: unter anderem Miete und Krankenhilfe, Kita-Plätze und Sprachlernkurse, Unterhaltszahlungen und Personal sowie Immobilien - zum Beispiel für einen Neubau an der Europaallee. Investitionen für weitere Flüchtlingswohnheime, die die städtische Wohnungsbaugesellschaft und stadteigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWG) bauen, sind darin nicht enthalten. Sie schlagen allerdings mit jeweils eine Million Euro zu Buche, die sie von der Stadt zur Erhöhung ihres Eigenkapitals bekommen, um Kredite aufnehmen zu können.

Bund und Land erstatten davon 14 Millionen Euro

22 Millionen Euro hatte die Stadt im vergangenen Dezember in ihrem Ergebnishaushalt 2016 für den Bereich Flüchtlinge (ohne Baukosten) abgesichert. Hier sind alle laufenden Ausgaben und Einnahmen verankert. Bund und Land erstatten davon 14 Millionen Euro, erklärte Kämmerer Hans-Peter Suermann: allerdings erst in zwei Jahren. Vorerst werde die Summe „wie ein Gutschein“ nur buchhalterisch dargestellt. Die Stadt müsse den Betrag bis 2018 vorstrecken.

Inzwischen ist klar, dass Göttingen in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge zugewiesen bekommt als damals angenommen. Dadurch werden sich die Ausgaben (ohne Baukosten) voraussichtlich auf knapp 37 Millionen erhöhen, rechnete Suermann weiter vor. Davon erstatte das Land nach einem neuen und für Göttingen besseren Schlüssel 28,5 Millionen Euro - 24 Millionen Euro davon wiederum zeitversetzt in zwei Jahren. Damit liege der tatsächliche Aufwand in diesem Jahr bei 27,5 Millionen Euro. Mit den vorgesehenen Investitionen für neue Gebäude ergebe sich ein Aufwand in Höhe von 47,5 Millionen Euro.

Bauausschuss bewilligt 11,5 Millionen Euro für Flüchtlingsunterkünfte

Der Bauausschuss hat am Donnerstag für den Bau der Flüchtlingsunterkünfte einstimmig über- und außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 11,5 Millionen Euro zugestimmt. So entfallen weitere 300 000 Euro auf die bislang mit 7,2 Millionen Euro veranschlagte Unterkunft an der Europaallee. Für den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft am Schützenanger sind 3,2 Millionen Euro eingeplant, für den Umbau einer ehemaligen Gewerbehalle im Anna Vandenhoeck-Ring  2,5 Millionen Euro. Der Neubau der Flüchtlingsunterkunft im Rodeweg soll 5,5 Millionen Euro kosten.

Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, dass zu diesen neuen Unterkünften keine Alternative, wenn man die Unterbringung der Menschen in Zelten verhindern wolle. Als positiv hoben die Politiker die geplante nachhaltige Nutzung der meisten Unterkünfte hervor. us/mib

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"