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Stadt Göttingen ist Hochburg der Autodiebe

Audi, BMW und VW Stadt Göttingen ist Hochburg der Autodiebe

Die Stadt Göttingen ist eine Hochburg der Autodiebe: Pro 100.000 zugelassene Autos verschwanden hier im vergangenen Jahr 132 Fahrzeuge – in absoluter Zahl 69. Das sind 30 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.

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Quelle: Wolfraum/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Internet-Verbraucherportals für Produkt- und Preisvergleiche billiger.de. Göttingen schneidet auch bei der Aufklärungsquote schlecht ab. Nur 11,6 der hier gestohlenen Wagen tauchten wieder auf. Bundesweit sind es immerhin 27,5 Prozent.

Laut Göttinger Polizei verschwanden in Stadt und Landkreis im vergangenen Jahr 44 Fahrzeuge – zwölf weniger als im Jahr zuvor, erklärt Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz. Allerdings bezieht billiger.de die Zahl der sogenannten unbefugten Ingebrauchnahmen mit ein, die Polizei nicht. In diesen Fällen wird ein Auto ohne Einverständnis des Halters benutzt. Als Diebstahl in engerem Sinne gelten diese Fälle nicht.

In und um Göttingen besonders beliebt sind laut billiger.de die Kombi-Versionen der Modelle A 4 und A 6, von Audi, dazu BMW und die VW-Modelle T5/Kleinbus und Touran. Entwarnung für Autobesitzer aus Stadt und Landkreis mag Sprecherin Kaatz nicht geben: „Für das laufende Jahr bewegen sich die Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau.“

Diebstahlhochburg Nummer eins ist laut billiger.de mit 616 gestohlenen Autos pro 100000 zugelassenen Fahrzeugen Görlitz in Sachsen. Danach folgt gleich die Bundeshauptstadt: Hier verschwanden laut entsprechender Statistik 532 Autos, in absoluten Zahlen 6664 Fahrzeuge. Auf den nächsten Plätzen: Cottbus (496), Frankfurt/Oder (469), Aachen (403) und Dresden (333).

Hannover gilt ebenfalls als Diebstahlhochburg (162 Fahrzeuge), nicht aber Kassel (116). Das geringste Diebstahlrisiko gehen Autobesitzer in Tübingen (13 Autos pro 100000 zugelassene Fahrzeuge), Reutlingen (18), Würzburg und Coburg (jeweils 20) ein.

Viele Autos verschwinden im Osten

Der Eindruck, im Osten würden besonders viele Fahrzeuge gestohlen, trügt nicht: In absoluten Zahlen verschwanden dort zwar weniger Autos (16.155) als in den alten Ländern (20.233). Doch im Vergleich zu der Zahl der zugelassenen Wagen ergibt sich für den Osten eine Diebstahlquote von 176, während es in den westlichen Bundesländern nur 75 Autos je 100.000 gemeldeter Fahrzeuge sind.

Hingegen trügt der Eindruck, Autodiebe seien vorwiegend Ausländer. Etwa 65 Prozent der ermittelten Autodiebe hat deutsche Papiere, 35 Prozent im Polizeijargon waren „nichtdeutsche Tatverdächtige“. Doch deren Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich an. Von ihnen stammen 37 Prozent aus Polen, der Rest verteilt sich auf andere Herkunftsländer. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr bundesweit knapp 36.400 Fahrzeuge gestohlen.

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