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Stadt Göttingen kassiert 2,7 Millionen Euro Parkgebühren

Einnahmen mit Knöllchen Stadt Göttingen kassiert 2,7 Millionen Euro Parkgebühren

Kleiner Schein, große Wirkung: Gut 2,7 Millionen Euro hat die Stadt Göttingen im vergangenen Jahr mit Parkgebühren eingenommen. Das sind knapp 600 000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Auch die Einnahmen, die mit dem Verteilen von Knöllchen erzielt wurden, sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Gründe für den Anstieg sind nach Angaben von Verwaltungssprecher Detlef Johannson  die Ausweitung gebührenpflichtiger Parkzonen in der Nordstadt und Gebührenerhöhungen. Letztgenannte hatte der Rat der Stadt im Jahr 2013 mit den Stimmen von SPD, Grünen und Piraten beschlossen.

Demnach müssen Autofahrer seit Anfang 2014 in Parkzone I (Innenstadt) 1,50 statt 1,20 Euro je Stunde bezahlen, in Zone II 70 statt 60 Cent. Zusammen mit der Ausweitung der Parkzonen in der Nordstadt sollten so Mehreinnahmen von rund 500 000 Euro jährlich im Sektor Parkgebühren erzielt werden – ein weiterer Baustein des sogenannten Entschuldungshilfeprogramms. In Göttingen gibt es derzeit 4500 gebührenpflichtige Parkplätze – Bewohnerparken und Parkhäuser ausgenommen.

Unterdessen scheinen die Mitarbeiter des Verkehrsaußendienstes, die unter anderem Autofahrer ohne gültigen Parkausweis aufschreiben, gut zu tun gehabt zu haben. 951 000 Euro Einnahmen schlugen hier im Jahr 2014 zu Buche – 80 000 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Für diese Aufgaben hatte die Stadt Göttingen nach Angaben von Johannson elf Vollzeit- und Teilzeitkräfte und damit eine Vollzeitkraft mehr als 2013 im Einsatz. Dieses Jahr seien allerdings „wegen Fluktuation und Ruhestand“ weniger Mitarbeiter unterwegs, um Knöllchen zu verteilen.

Diese müssen übrigens einiges aushalten. „Göttingen bildet im Umgang mit dem Überwachungspersonal leider keine Ausnahme zu anderen Städten. Die Kolleginnen und Kollegen der Verkehrsüberwachung werden in ihrem Tagesgeschäft beschimpft und auch bedroht“, berichtet Johannson. Beschimpfungen wie „Vollpfosten“, „Alte Schlampe“ oder „Arschloch“ bekämen sie immer wieder zu hören. „Zu tätlichen Übergriffen kam es aber noch nicht, weil sich die Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig zurückgezogen oder in Sicherheit gebracht haben. Deeskalation heißt die Devise.“

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