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Stadt Göttingen lässt 119 Bäume fällen

Alt, morsch und krank Stadt Göttingen lässt 119 Bäume fällen

119 Bäume lässt die Stadt in diesem Winter in Parks und auf anderen öffentlichen Flächen fällen. 89 davon stehen unter dem besonderen Schutz der Göttinger Baumschutzsatzung und dürfen nur mit Genehmigung gefällt werden.

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Quelle: Stadt

Göttingen. Im Gegenzug würden etwa 140 neue Bäume an 79 Standorten gepflanzt, teilt die Verwaltung mit. Auf stadteigenen Flächen (ohne Stadtwald) stehen etwa 33 000 Bäume. Die meisten der jetzt betroffenen Bäume seien krank oder altersschwach, erklärt der Fachdienst Grünflächen. Herunter brechende Äste könnten Menschen verletzen.

Die jetzt veröffentlichte Fällliste sei das Ergebnis der Baumschau 2014. Regelmäßig würden auf Grün- und Freianlagen, Spielplätzen und an Gewässern alle Bäume überprüft. Dabei würden sie zunächst optisch begutachtet und abgeklopft. Bei Auffälligkeiten folge eine zweite Überprüfung im Rahmen der Oktober-Baumschau. Bei Bedarf werde noch ein unabhängiger Sachverständiger hinzugezogen. 

Ließen sich Bäume auch mit einem Radikalschnitt  oder anderen Pflegemaßnahmen nicht mehr retten, würden sie gefällt. Die Fällliste werde zuvor noch mit dem Arbeitskreis Baumschutz abgestimmt. Dem Gremium gehören Vertreter mehrerer Naturschutzverbände an.

Zu den Bäumen, die in diesem Winter gefällt werden, gehören drei große Linden mit einem Stammdurchmesser von etwa 100 und 120 Zentimetern in Elliehausen. Ihre Stämme sind morsch oder sterben ab. Auch ein 150 Zentimeter dicker Ahorn am Kiessee stirbt laut Liste ab und muss fallen. Ebenso wird es einer Robinie mit einem morschen 130-Zentimeter-Stamm in der Fiedrichstraße und einer alten Eiche auf dem Gelände der Voigtschule gehen. Einige Bäume ersetzt der Fachbereich nach seiner Liste durch weniger bekannte wie Nikko-Tanne und Katsurabaum.

Die Liste und eine digitale Karte mit den betroffenen Bäumen gibt es im Internet – erstmals mit einem Zugang für mobile Endgeräte. Mit der Baumfällliste 2014 befasst sich außerdem der Ratsausschuss für Umweltdienste während seiner Sitzung am Dienstag, 25. November.

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