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Bäume und Gebüsch am Kiessee entfernt

Piraten kritisieren Vorgehen Bäume und Gebüsch am Kiessee entfernt

Die Stadt hat Bäume und Gehölze rund um den Kiessee zurückgeschnitten und sogenanntes Totholz entfernt. Während die Verwaltung betont, die „Kronenrückschnitte“ seien notwendig gewesen und ökologisch verantwortlich ausgeführt worden, kritisieren die Piraten die Abholzungen als „völlig übertrieben“.

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Die Göttinger Stadtverwaltung hat am Rosdorfer Kiessee Bäume und Gebüsch zurückgeschnitten.

Quelle: EF

Göttingen. In den vergangenen Wochen seien „zum wiederholten Mal ausgedehnte Gebüschstrukturen am Kiessee abgesägt und Bäume gefällt worden“, beklagt der Göttinger Kreisverband der Piraten. Darunter seien viele Bäume gewesen, „die über die Wasserfläche ragten und selbst dann keine Gefahr für Spaziergänger darstellen konnten, wenn diese im Orkan um den Kiessee wanderten“, meint Piraten-Sprecher Francisco Welter-Schultes.

 Durch „das völlig übertriebene Fällen der ökologisch besonders wertvollen Weiden am Ostufer“ leide die Erholungsfunktion des Kiesses, meint Welter-Schultes: „Gerade die naturbelassene Umgebung, direkt am Stadtrand, macht den Kiessee zu einem attraktiven Gebiet für Jogger, Spaziergänger und andere Freizeitaktivitäten, aber auch für viele wassergebundene Insekten und Vögel. Zurück bleibt eine kahle Wasserfläche, ein trister Uferabschnitt sowie ein weithin hörbarer Autolärm vom Sandweg und bald auch von der Landesstraße nach Rosdorf.“ Die Piraten verlangen, entfernte Büsche wieder anzupflanzen, „ebenso an anderen Stellen in der Stadt, wo in den letzten Monaten Gebüsche beseitigt wurden“. Außerdem fordern die Piraten eine Dokumentationspflicht dafür, „wie viele Motorsägen die Stadt besitzt, und wann welcher Baum und welches Gebüsch mit welcher Art von Säge gefällt wurde“.

Die Arbeiten am Kiessee, entgegnet die Stadtverwaltung, seien „im Rahmen notwendiger Kronenrückschnitte als Ergebnis der jährlichen Baumkontrolle erfolgt, und zwar in engster Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde“. Die Kritik der Piraten sei nicht nachvollziehbar, „weil die ökologischen Verbesserungen entweder nicht erkannt oder nicht zur Kenntnis genommen werden“. Dass sogenanntes Totholz in den Kronen dort belassen worden sei, wo es keine Gefahr darstellt oder im Uferbereich Kronenteile im Wasser als Brutplätze und Rückzugshabitate belassen worden seien, nähmen die Piraten „schlichtweg nicht zur Kenntnis“, erklärt Detlef Johannson, Sprecher der Stadtverwaltung. Möglicherweise fehle auch das fachliche Verständnis. Erst nach einiger Zeit seien die positiven Folgen sichtbar.

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