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Stadt sichert sich bis zu 50 Mietwohnungen

Göttingen-Grone Stadt sichert sich bis zu 50 Mietwohnungen

Die Stadt Göttingen bekommt für zunächst fünf Jahre Zugriff auf 25 bis 50 Wohnungen der Firma Adler/Westgrund in Grone. Zugleich haben beide Seiten vereinbart, 50 Wohnungen für etwa 700.000 Euro zu sanieren. In der Vergangenheit hatte es mehrfach Kritik über Leerstände in den Wohnblöcken gegeben.

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Quelle: Christina Hinzmann

Grone. Die geplante Summe wollen die Stadt und die Adler Real Estate AG zu jeweils gleichen Teilen investieren. Die Stadt Göttingen erhalte im Gegenzug ein Belegungsrecht, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag. 25 Wohnungen seien fest gebucht, weitere 25 könne die Stadt nutzen, wenn das erste Kontingent belegt ist.

Seit vergangenem Jahr hatten Groner, Ortspolitiker, Wohltätigkeitsvereine, Flüchtlingsinitiativen und auch der „Runde Tisch Grone“ immer wieder beklagt, dass viele Wohnungen der Gesellschaft im Bereich Süntelweg leer stehen würden. Dabei hatten sie vor allem auf viele Flüchtlinge, Studenten und Geringverdiener hingewiesen, die im angespannten Göttinger Wohnungsmarkt nur schwer bezahlbare Mietwohnungen finden. Zugleich hatte die Stadtverwaltung Kontakt zu den Besitzern aufgenommen.

Die Vereinbarung gelte für fünf Jahre. In den 50 gesicherten Wohnungen könnten bis zu 180 Menschen ein Zuhause finden, bestätigte der Unternehmenssprecher der Adler Real Estate AG, Rolf-Dieter Grass. In der Anlage halte die AG 1140 Wohneinheiten über ihr Tochterunternehmen Westgrund. 16 Wohnungen habe die Stadt bereits belegt. Die hinzukommenden Wohnungen sollen „in gemischter Art und Weise“ vergeben werden, sagte Verwaltungssprecher Detlef Johannson – sowohl mit Flüchtlingen als auch mit Familien und anderen Wohnungssuchenden. Auf keinen Fall solle es eine Art Ghettobildung geben. Mit der vereinbarten Investitionssumme würden 50 Wohnungen komplett grundsaniert werden, so Grass: mit neuen Böden, Bädern und Küchenfliesen – bei Bedarf auch mit neuen Türen.

Die Ratsfraktion der Grünen begrüßten die Vereinbarung am Freitag als „Schritt in die richtige Richtung“. Zugleich appellierte sie an Immobilienbesitzer und ihre Verpflichtung als solche, Wohnungen nicht zweckzuentfremden. us

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