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Stadt Göttingen und Partner wollen Verbrauch reduzieren

Aktionen gegen Plastikmüll Stadt Göttingen und Partner wollen Verbrauch reduzieren

Die Leinestadt ist auf einem guten Weg, eine Stadt ohne Plastiktüten zu werden – zumindest eine mit wenig Kunststoffbeuteln im Umlauf. Seit einem Jahr hat es etliche Aktionen gegeben, um den Gebrauch zu verringern. „Auftrag erfüllt“, urteilte am Dienstag der Ratsausschuss für Umweltdienste.

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In Göttingen sollen weniger Plastiktüten in Umlauf gebracht werden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Im vergangenen Jahr hatte der Rat die Stadtverwaltung und die städtischen Entsorgungsbetriebe (GEB) gebeten, gemeinsam mit der Innenstadtinitiative Pro City, dem Einzelhandelsverband und den Wochenmarktbeschickern auf einen freiwilligen Verzicht auf Plastiktüten hinzuwirken.

Der Anstoß kam von der SPD. Sie verwies unter anderem auf die extrem lange Zersetzungszeit von Kunststoffen bis zu 500 Jahre und das Leid von Vögeln und Fischen, die Plastik essen oder kleinste Plastikpartikel in den Meeren aufnehmen.

Im Vergleich zu anderen Ländern stehe Deutschland schon recht gut da, sagte Franz Rottkord: Der Durchschnittsverbrauch jedes EU-Bürgers werde auf 200 Tüten jährlich geschätzt, in Deutschland nur auf 70. Für die Umwelt am Besten aber wäre eine Null-Marke, der beste Weg zu einer sauberen Umwelt, „gar keinen Abfall zu produzieren“. Vor diesem Hintergrund ziele auch die Kampagne der Göttinger Partner darauf, das Konsumverhalten der Bürger zu ändern.

Einige ihrer bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen:

  •  Tauschaktionen „Mehrwegbeutel gegen Plastiktüte“ während des Festes „Göttingen zieht an“.
  •  Mehrweg-Rucksack als Geschenk an Teilnehmer des XXL-Frühjahrsputzes.
  •  ein Marktfest am Wochenmarkt mit Vorstellung langlebiger Beutelvarianten.
  •  Müllvermeidungsaktion während der Immatrikulationsfeiern mit der Uni.
  •  Sparschweine in City-Geschäften, in die Geschäftsleute für jede nicht ausgegebene Tüte für ein nachhaltiges Projekt Geld stecken.
  •  Info- und Aktionsstände der GEB „Jute statt Plastik“
  •  Leinenbeutelaktion von Pro-City und GEB mit Ausgabe von 20 000 Stoffbeuteln in 70 Geschäften plus Infoflyer und Plakate unter dem Internet-Titel „ich-nehme-es-in-die-hand“.

Außerdem soll in einer neuen Marktsatzung der Passus ergänzt werden: Die Marktbeschicker verpacken ihre Ware nach Möglichkeit in wiederverwertbaren, langlebigen und gegebenenfalls pfandpflichtigen Behältnissen.  

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