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Stadt Göttingen will 144 weitere Krippenplätze schaffen

Kita-Bedarfsplanung bis 2020 Stadt Göttingen will 144 weitere Krippenplätze schaffen

Die Nachfrage nach Krippenplätzen ist in Göttingen weiterhin ungebrochen. Das geht aus der aktuellen Kita-Bedarfsplaung hervor. Daher sollen bis 2020 weitere 144 Krippenplätze geschaffen werden. Nötig wären aber mindestens 320 Plätze, um den Bedarf komplett zu decken.

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25,8 Millionen Euro gibt die Stadt Göttingen in diesem Jahr für Kinderbetreuung aus.

Quelle: Kahnert/dpa

Göttingen. Daher sollen Krippenplätze vorrangig mit ein- und zweijährigen Kindern belegt werden, die ihren Hauptwohnsitz in Göttingen haben.

Allerdings sei die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Stadt ungleichmäßig verteilt, sagt Helmi Behbehani (SPD), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Rates. In der Südstadt, in Geismar und in der Oststadt sei der Bedarf am höchsten, das hätten die aktuelle Elternbefragung und die Auswertung der Belegungs- und Wartelisten ergeben. „Wir brauchen mehr Plätze, vor allem aber in diesen Stadtteilen“, sagt Behbehani.

Auch die steigende Zahl an Flüchtlingen könnte Behbehani zufolge Auswirkungen auf die Kita-Bedarfsplanung haben. In den geplanten Flüchtlingsunterkünften auf den Zietenterrassen und im ehemaligen Gebäude des Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg würden auch Familien mit Kindern untergebracht. Das führe in den betreffenden Stadtteilen zu einem höheren Bedarf an Betreuungsplätzen. Denn den Flüchtlingen könne man nicht zumuten, lange Wege zu einer Kindertagesstätte zurückzulegen.

Trotz der noch fehlenden Plätze gehöre die Stadt landesweit zu den Kommunen mit den höchsten Versorgungsquoten für unter Dreijährige, betont die Verwaltung. Das lässt sie sich einiges Kosten. Für Kinderbetreuung gibt die Stadt Göttingen allein in diesem Jahr 25,8 Millionen Euro aus. Im Jahr 2018 könnten es nach derzeitigen Planungen bereits 27,8 Millionen Euro sein. „Es ist richtig, was die Stadt macht“, sagt Behbehani. Dennoch müssten noch „mehr Firmen in die Betreuung einsteigen“. Auch Bund und Land seien gefordert, sich mehr an den Kosten zu beteiligen.

Dabei ist bei den Berechnungen eines noch gar nicht berücksichtig: die Folgen des Kita-Streiks. Sollte die Schlichtung zu höheren Tarifabschlüssen für Erzieher führen, könnten die Mehrkosten auf die Elternbeiträge umgelegt werden. Beschlossen sei zwar noch nichts, sagt Behbehani. Aber wenn es so kommen sollte, seien davon auch die freien Träger betroffen – und damit auch die Kitas, in denen gar nicht gestreikt wurde.   

Mit dem Thema befasst sich der Jugendhilfeausschuss des Rates in seiner Sitzung am Donnerstag, 11. Juni. Beginn ist um 16 Uhr im Neuen Rathaus.

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