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Stadt Göttingen will Godehardbrücke durch Ampel ersetzen

Eltern fordern neue Brücke Stadt Göttingen will Godehardbrücke durch Ampel ersetzen

Nachdem ein Tieflader die Fußgängerbrücke in der Godehardstraße zerstört hat, fordern Elternvertreter und Schulleitung des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) vehement den Bau einer neuen Brücke.

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Nach dem Unfall wird die Brücke am OHG abgerissen. Ein paar Meter weiter westlich in Höhe der Bauzäune soll eine Ampelanlage eingerichtet werden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Pläne der Stadtverwaltung, stattdessen eine Ampelanlage an der vierspurigen Straße einzurichten, seien „viel zu gefährlich“. Zugleich kritisieren Eltern wie Schulleitung, dass die Verwaltung sie nicht in ihre Entscheidung einbezogen habe.

Vergangene Woche wurde die Brücke über die vierspurige Straße so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Eine neue wird es nicht geben, bestätigte am Mittwoch erneut Stadtpressesprecher Detlef Johannson. Stattdessen wird östlich der Leine und Carl-Zeiss-Straße ein Überweg mit Signalanlage (Ampel) eingerichtet. Die Straße wird an dieser Stelle von zwei auf eine Fahrspur je Richtung verengt – vorerst aber nur provisorisch.

Später müsse entschieden werden, wie eine langfristige Lösung aussehen könne. Diese Überlegungen seien bei zwei Gesprächen mit dem OHG und den benachbarten Berufsbildenden Schulen II „einvernehmlich“ besprochen worden, sagte Johannson.

Besonders gefährlich

Eine Aussage, die den OHG-Elternrats- und Schulvorstandsvorsitzenden Michael Eikenbusch „entsetzt“ und Schulleiterin Rita Engels verärgert. Bei den Gesprächen hätten die Schulen in keiner Weise Einfluss auf die Entscheidungen der Stadt nehmen können. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, so Engels.

Täglich müssten viele der 1200 OHG-Schüler die breite Godehardstraße zu ihren Sportanlagen oder zur Bushaltestelle auf der anderen Seite überqueren – darunter viele Kinder aus den 5. und 6. Jahrgängen, sagt Eikenbusch. Wenn sie in einer kurzen Pause knapp dran seien oder der Bus warte, würden manche noch schnell über die Straße laufen. Das sei hier besonders gefährlich, weil die Godehardstraße als vierspurige und gerade Straße viele Autofahrer zum Rasen verleite. Nicht ohne Grund seien die Spuren seit vielen Jahren auch durch einen Zaun getrennt.

Mehrfach habe die Schule in den Gesprächen auf diese Gefahren hingewiesen, sagte Engels. „Wir haben kein Verständnis dafür, dass aber offenbar Kostengründe die Entscheidung beeinflussen, obwohl es doch um die Sicherheit der Kinder geht“, sagte Eikenbusch. Auch vor diesem Hintergrund werde der Schulvorstand an diesem Donnerstag in einem Brief an die Stadt eine neue Fußgängerbrücke fordern.

Nachdem ein Tieflader mit einem geladenen Bagger die Godehardbrücke rammte, musste die Brücke wegen der entstandenen Schäden nun abgerissen werden. © Hinzmann

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