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Stadt Göttingen zählt für 2014 insgesamt 44 minderjährige Flüchtlinge

Anfrage der Piraten Stadt Göttingen zählt für 2014 insgesamt 44 minderjährige Flüchtlinge

Im vergangenen Jahr  sind 44 minderjährige Flüchtlinge, die ohne Erziehungsberechtigte in Göttingen angekommen sind, von  der Stadt betreut worden. Im Jahr davor waren es 24. Das hat die Stadtverwaltung als Antwort auf eine Anfrage der Piraten-Partei im Sozialausschuss mitgeteilt. Jugendliche Flüchtlinge unterliegen anderen Regeln und Verfahren als Erwachsene, sie werden „in Obhut“ genommen. Damit soll ein besserer Schutz der jungen Flüchtlinge gewährleistet werden.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Göttingen. Neben den Zahlen interessierten sich die Piraten auch dafür, wie und wer das Alter der jungen Flüchtlinge feststellt. Dafür, so die Stadtverwaltung, sei ebenfalls das Jugendamt zuständig. „Wenn die Minderjährigkeit durch Ausweispapiere nicht ermittelt werden kann, muss das Amt anderweitig prüfen. Es kann sich beispielsweise an  die Rechtsmedizin wenden.“ Das sei aber bislang in Göttingen noch nicht vorgekommen.

 
„Sollte nach dem äußeren Erscheinungsbild, dem Verhalten oder Äußerungen ernsthafte Zweifel an der Minderjährigkeit bestehen, dann wird eine Inobhutnahme abgelehnt“, so die Antwort von Jugenddezernent Siegfried Lieske (Grüne). Die Flüchtlinge werden dann wie erwachsene Flüchtlinge behandelt. Diese werden von Göttingen aus meist zunächst in das Lager Friedland überstellt. In den Jahren 2013 und 2014 sei das aber lediglich in zwei Fällen geschehen. Gegen die Einstufung als volljährige und nicht als minderjährige Flüchtlinge können sich die Betroffenen rechtlich wehren – mit einer Klage beim Verwaltungsgericht. In den beiden Göttinger Fällen würde davon aber keinen Gebrauch gemacht. bib

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