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Stadt Göttingen zieht Gräben und spart hohe Kanalgebühren

70.000 Euro-Investition Stadt Göttingen zieht Gräben und spart hohe Kanalgebühren

Trickreich will die Stadt Göttingen jetzt einmalig 70000 Euro investieren, um am Ende Abwassergebühren in Höhe von 129000 Euro zu sparen - jährlich. Dabei geht es um städtische Wälder, Wiesen und Felder, von denen Regenwasser künftig in vorhandene Bäche statt in die Kanalisation fließen soll.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Hinter der Entscheidung, die der Finanzausschuss des Rates am Dienstag finanziell abgesichert hat, steht ein Gerichtsurteil zu Gunsten der Göttinger Bürger, vor allem der Hausbesitzer. Bisher hatten sie über ihre Regenwassergebühr die Einleitung von Oberflächenwasser von sogenannten städtischen Außengebietsflächen mit bezahlt.

Ein Gericht hatte das beanstandet und die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) mussten ihre Gebührenkalkulation überarbeiten. Folge: Inzwischen muss die Stadt für die Entwässerung ihrer Flächen an ihre eigene GEB Gebühren zahlen, wenn Regenwasser in die verrohrte Kanalisation fließt.

Das erübrigt sich aber, wenn das Regenwasser in "bestehende Gewässer geleitet wird", erklärte die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für den Finanzausschuss, zum Beispiel Bäche, Teiche und die Leine. Um das zu erreichen, will sie  in den Ortsteilen Esebeck und Herberhausen Gräben verändern und verlagern. So könnten Flächen mit einer Gesamtgröße von etwa 94 Hektar von der verrohrten Kanalisation abgeklemmt werden - und die Stadt spare die entsprechenden Abwassergebühren.

Für den Umbau noch in diesem Jahr muss die Verwaltung allerdings zunächst 70000 Euro investieren - über den Jahresplan hinaus. Der Betrag ist nach Verwaltungsangaben gedeckt, weil die Erweiterung eines Güterverkehrszentrums bei Grone  weniger gekostet hat als erwartet. Der Ausschuss stimmte geschlossen zu, abschließend entscheidet der Rat.

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