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Stadt Northeim kauft das Rathaus am Scharnhorstplatz

Mehrheit im Rat Stadt Northeim kauft das Rathaus am Scharnhorstplatz

Die Stadt Northeim kauft das Rathaus am Scharnhorstplatz für knapp 3,5 Millionen Euro. Dafür hat sich der Rat der Stadt Northeim mit großer Mehrheit ausgesprochen. Die Mietkosten, die sie dadurch einspart, investiert sie in Stadt- und Schuhwallhalle. Kommunalaufsicht und Innenministerium hatten den Plan bereits im Januar für gut befunden.

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Die Stadt Northeim kauft das Rathaus am Scharnhorstplatz für knapp 3,5 Millionen Euro.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Lediglich die vier Liberalen im Rat stimmten gegen den Kauf des ehemaligen Kasernengebäudes. Eckhard  Ilsemann (FDP) sagte, der Bau am Scharnhorstplatz sei viermal so groß wie ein Neubau für das Rathaus ausfallen würde.

Fünfmal so groß wie bei einem Neubau bewertete er den Energiebedarf. Zudem sei ein Neubau förderfähig und damit kostengünstiger. Ein Rathaus im Bereich des Zwingers oder zwischen Stadthalle und Münster bringe zudem mehr Kaufkraft und Leben nach Northeim.

An die Sachzwänge erinnerten die Sprecher von CDU und SPD und sprachen sich für den Rathauskauf aus. „Eine Kreisstadt braucht einen kulturellen Mittelpunkt“, argumentierte Berthold Ernst (SPD) für die Erhaltung der Stadthalle. Gemäß dem Zukunftsvertrag von 2011 müsse sie nach einigem Aufschub Ende April tatsächlich geschlossen werden, wenn nicht noch Geld beschafft werden könne.

Der Schuhwallhalle droht das Aus Ende Juni. Durch den Rathauskauf würden jährlich rund 250000 Euro frei – die Rettung für Stadt- und Schuhwallhalle. Zudem sei das Rathaus am Scharnhorstplatz eines der erfolgreichsten Konversionsprojekte zur Umwandlung einer obsoleten Kaserne für die zivile Nutzung, sagte Ernst.

Dass ein Neubau tatsächlich gefördert werde, stellte er in Zweifel: „Es gibt keine Förderprogramme für Rathäuser.“ Mit dem Votum für die Stadthalle müsse allerdings auch klar sein, dass sie im Sommer modernisiert werde, waren sich die Fürsprecher einig.

Noch nie habe sie einen Entscheidungsprozess in so einer Geschwindigkeit erlebt, stellte Karen Pollok (Grüne) heraus. Mit einem Rathaus-Neubau beschere man der ehemaligen Kaserne am Scharnhorstplatz mit Sicherheit den Leerstand. So sei die Erhaltung des Rathauses dort auch aus ökologischer Sicht die bessere Variante.

So wie es für den Rathauskauf nötig ist, beschloss der Stadtrat, die Kreditermächtigung im laufenden Jahr anzuheben. Zusätzlich eingeplant hat er  Haushaltsmittel für den Weiterbetrieb von Stadt- und Schuhwallhalle.

Von Ute Lawrenz

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