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Stadt baut Bänke ab und verlagert Problem

Göttinger Wall Stadt baut Bänke ab und verlagert Problem

Unweit der Partymeile Nikolaistraße, auf dem Wall zwischen Nikolaistraße und der Kurzen-Geismar-Straße, hat die Stadt sich bereits im Oktober eines Tricks bedient, Alkoholkonsum, Lärm, freilaufende Hunde und Belästigungen von Passanten einzudämmen. Kurzerhand hat sie in dem Wallabschnitt die Bänke bis auf eine abgebaut.

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Ohne Bänke: der Wall an der Nikolaistraße.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Man habe zu diesem Mittel greifen müssen, so erläutert Stadtsprecher Detlef Johannson, nachdem sich dort im Sommer vergangenen Jahres bei gutem Wetter ein „fester, ganztägiger Treff“ am Gauß-Weber-Denkmal entwickelt habe.

„Zusätzlich problematisch wurden die Verhältnisse“, so Johannson, „weil mehr und mehr die in unmittelbarer Nähe befindliche  Wohnanlage in der Hospitalstraße in Mitleidenschaft gezogen wurde, nicht nur durch die Lärmbelästigung, sondern auch durch die zunehmende Erledigung kleiner wie großer menschlicher Entsorgungsgeschäfte direkt an den Mietergärten.“

Zwar sei der städtische Ordnungsdienst „häufig präsent“ gewesen, eine „wirkliche Entlastung“ für die dort wohnenden und arbeitenden Menschen habe aber nur durch den Abbau der Bänke erreicht werden können.

Dass sich der Treff und die „schwierige Situation“ lediglich an einen anderen Ort – zur letzten verbleibenen Bank –  verlagert, habe man von der Stadt in Kauf genommen, sagt Johannson. „Dort haben sich die Verhältnisse nach unserer Beobachtung beruhigt, vor allem gibt es keine Anliegerprobleme mehr.“ Johannson legt wert darauf, dass es sich bei dem Abbau der Bänke um eine vorübergehende Maßnahme handeln soll. „Solange die Gefahr besteht, dass die alten Verhältnisse wieder aufleben.“

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