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Rat stimmt Belegungs-Deal zu

Stadt bekommt Zugriff auf Groner Wohnungen Rat stimmt Belegungs-Deal zu

Die Stadt Göttingen erwirbt bei einem großen privaten Wohnungsanbieter indirekt für 350 000 Euro ein Belegungsrecht für bis zu 50 Mietwohnungen im Stadtteil Grone. Der Rat hat dem Deal zugestimmt - bei drei Nein-Stimmen. Die Piraten protestierten gegen aus ihrer Sicht intransparente Verhandlung und Vertragsmodalitäten.

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Reihenhäuser in Grone-Süd.

Quelle: Rampfel

Grone. Seit vielen Jahren gibt es Diskussionen um zeitweise leer stehende Wohnungen in Groner Mietsblöcken. Jetzt haben sich Stadt und die Immobilenfirma Westgrund als Tochter der Adler Real Estate AG geeinigt: Gemeinsam investieren sie in diesem und im nächsten Jahr etwa 700000 Euro, um zunächst 25 und später eventuell noch einmal ebenso viele Wohnungen zu sanieren. Die Stadt bekommt ein Belegungsrecht für die Wohnung. Sie kann mehrere Mieter vorschlagen - die Entscheidung liegt beim Vermieter. Der Rat musste diesem Verfahren und dem Vertrag zustimmen.

„Endlich kommt nach diesem skandalösen Leerstand Bewegung in die Sache“, kommentierte für die Göttingen Linke Gerd Nier die Entscheidung. Dass das nicht „zum Nulltarif zu bekommen ist, ist klar“. Es müsse aber sichergestellt werden, dass es kein Missverhältnis zwischen den vorgesehenen Neu- und den Altmietern gebe. „Wir brauchen diese Wohnungen so dringend und jetzt“, ergänzte für die SPD Klaus-Peter Herrmann. Auch Thomas Harms (Grüne) sieht eine geeignete Lösung aus einer „Notstandssituation“ heraus, die vielen Menschen Obdach bieten könne.

Zuvor hatte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler um Zustimmung geworben - „dieser Vertrag hat uns viel Zeit und Überzeugungsarbeit gekostet“. Sein Appell richtet sich besonders an die Piraten. Die Grundidee sei zwar gut, hatte für die Fraktion Dana Rotter erklärt. Jetzt aber einer so hohen Investition ohne genaue Kenntnisse des Vertrages und geplanten Verfahrens bei der Belegung der Wohnungen zuzustimmen, sei für sie nicht möglich.

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