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Stadt plant Flüchtlingsunterkünfte

Sechs neue Wohnheime Stadt plant Flüchtlingsunterkünfte

Die Stadtverwaltung Göttingen plant derzeit sechs neue Flüchtlingsunterkünfte. Mit den Arbeiten für den Neubau an der Europaallee soll noch in dieser Woche begonnen werden, teilt die Stadt mit.

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Die Stadtverwaltung Göttingen plant derzeit sechs neue Flüchtlingsunterkünfte. Mit den Arbeiten für den Neubau an der Europaallee soll noch in dieser Woche begonnen werden, teilt die Stadt mit.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Unterkunft im Dreieck Europaallee-Holtenser Landstraße-Autobahnzubringer soll etwa 300 Personen Platz bieten.

Derzeit laufe das Baugenehnehmigungsverfahren für das städtische Bauprojekt, teilt Verwaltungssprecher Detlef Johannson mit. Das Gelände ist bereits abgesteckt, der Bauzaun errichtet. „In dieser Woche“, so Johannson, „sollen die Erdbauarbeiten mit Herstellung des Unterbaues der Erschließungsstraße, der Abschiebung des Mutterbodens und der Errichtung des Schotterpolsters für die Gründung beginnen“. Dies werde etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen. Die Kanalisation soll bis April fertiggestellt werden.

„Eine bezugsfertige Übergabe des ersten Bauabschnitts“, erklärt Johannson, „wird für Juni 2016 angestrebt.“ Die weiteren Abschnitte könnten danach voraussichtlich in kurzen Abständen bezugsfertig übergeben werden können. Derzeit noch geprüft werde der Bau eines Blockheizkraftwerks zur Wärme- und Stromversorgung.

Darüberhinaus plant die Stadtverwaltung fünf weitere Flüchtlingsunterkünfte. Im Rodeweg soll eine Wohnanlage für 180 Flüchtlinge entstehen. Hier seien noch nicht alle Fragen geklärt, insbesondere nicht die Grundstücksfrage, erläutert Johannson. Sicher sei hingegen, das die sogenannte Blaue Halle abgerissen werde.

Im Hagenweg soll die Städtische Wohnungsbau GmbH eine Unterkunft für 100 Personen errichten. Baubeginn solle im März sein. Die Pläne sehen Drei-Zimmer-Wohnungen vor, die später für sozialen Wohnungsbau genutzt werden sollen.
In der Nohlstraße ist ebenfalls ein Projekt der Städtischen Wohnungsbau vorgesehen.

Der Antrag auf Baugenehmigung einer Unterkunft für 300 Personen sei in Arbeit, sagt Johannson: „Angestrebt wird ein Baubeginn im April.“ Vorgesehen ist eine Nachnutzung als Studentenwohnungen. Noch größer soll die Unterkunft im Anna-Vandenhoeck-Ring werden. Das Objekt mit Platz für 400 Menschen will die Stadt anmieten, der Betreiber stehe aber noch nicht fest. Johannson: „Wir hoffen auf eine Bezugsfertigstellung bis Ende Februar.“

Noch nicht unter Dach und Fach, aber „sehr weit fortgeschritten“ seien die Verhandlungen mit dem Eigentümer des früheren Telekom-Gebäude an der Philip-Reis-Straße. Für diese Unterkunft für 200 Personen sei die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG) zuständig. Johannson: „Wir gehen fest davon aus, dass wir die Kapazitäten in dieser Immobilie einplanen können.“ Einzelheiten des Aus- und Umbaus seien aber noch unklar.

Bedenken zum Projekt Europaallee hat das Politik-Forum Göttingen. Viele Bürger, erklärt dessen Sprecher Uwe Hildebrandt, seien „noch nicht einmal über die Unterkunft am Holtenser Berg informiert. Es regt sich eine Ablehnung bei den Bürgern.“ Außerdem würden alle Bäume entlang der Europaallee gefällt.

Das sei unrichtig, erklärt Johannson: Bäume müssten nur im Bereich der künftigen Zufahrt gefällt werden. Zudem werde es zu allen Vorhaben öffentliche Informationsveranstaltungen geben.

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