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Stadt und Polizei sehen kein Problem an der Friedrich-Naumann-Straße in Göttingen

Anlieger: Es wird weiter gerast Stadt und Polizei sehen kein Problem an der Friedrich-Naumann-Straße in Göttingen

Die Anwohner der Friedrich-Naumann-Straße auf dem Egelsberg sind weiterhin verärgert: Ihre Straße, in der Tempo 30 gilt und die nur für Anlieger freigegeben ist, werde immer noch als Durchgangsstraße und „Rennstrecke“ missbraucht. Polizei und Stadtverwaltung sehen kein dringendes Problem.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Bereits Ende August hatten die Anwohner ihrem Ärger über die ihrer Meinung nach unzumutbare Verkehrsbelastung Luft machten. Ihr Vorwurf: Nicht-Anlieger benutzten die Straße als Abkürzung, führen dabei regelmäßig zu schnell. Anlieger, die auf ihre Hauseinfahrt abbiegen wollten, würden bedroht, weil sie angeblich den Verkehr behinderten. Morgens, wenn Eltern ihre Kinder zur Schule bringen, herrsche ein einziges Kommen und Gehen, und Sonnabendabend, wenn „Halbstarke in ihren aufgemotzten, PS-starken Wagen“ zur Disco fahren, verwandle sich die Straße in eine „Rennstrecke“.  

Die Polizei hatte daraufhin angekündigt, im Rahmen des Streifendienstes die „rasenden Discobesucher“ verstärkt ins Auge zu nehmen. Das sei auch geschehen, so ein Sprecher. Ergebnis: Man habe keine Auffälligkeiten feststellen können.
Auch die Stadt reagierte, installierte für die Dauer von etwa zwei Wochen eine Geschwindigkeits-Messtafel. Ergebnis laut Verwaltungssprecher Detlef Johannson: 85 Prozent der Fahrer seien mit rund 40 Stundenkilometern unterwegs gewesen, was einem „leicht erhöhten Geschwindigkeitsaufkommen“ gleichkomme. Messungen mittels eines Blitzgeräts seien aktuell nicht geplant, so Johannson weiter, die Stadtverwaltung werde jedoch „immer mal wieder mit Messungen vor Ort“ sein. Der letzte Einsatz eines Blitzers am 3. März habe ergeben, dass von 179 Autos 33 zu schnell gewesen seien.

Für die Anwohner sind die Aussagen von Stadt und Polizei „Ausflüchte“. Warum der mobile Blitzer der Stadt nur tagsüber statt abends eingesetzt werde, wenn die Situation am schlimmsten sei, möchte Klaus Günther wissen. Nach einem Tageblatt-Bericht im August habe sich die Situation kurzzeitig gebessert, berichtet eine Anwohnerin, dann – „als die Leute merkten, dass sie nichts zu befürchten hatten“ – sei wieder gerast worden. Die Straßenverengung vor der Bushaltestelle werde als willkommene fahrerische Herausforderung gesehen, sagt Ulrike Stratton: „Die rasen da mit 60 durch wie die Slalomfahrer.“

Von Hauke Rudolph

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