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Stadt warnt vor falschen Ordnungsdienstlern

Göttingen Stadt warnt vor falschen Ordnungsdienstlern

Mal kommen sie als Weihnachtsbaum-Dieb, mal wollen sie in die Wohnung, und mal machen sie einfach nur blöde Bemerkungen. In vier Fällen sind Unbekannte als angebliche Ordnungsamt-Mitarbeiter aufgetreten. Jetzt warnt die Stadtverwaltung vor den falschen Kollegen und rät, sofort die Polizei zu rufen.

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In den vergangenen Wochen gab es verschiedene Vorfälle, bei denen sich Personen als städtische Mitarbeiter des Ordnungsamtesausgegeben Göttingen haben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen . Ob ein Zusammenhang besteht, weiß niemand

. Zu unterschiedlich sind die Schilderungen, die Anrufer seit Mitte November bei der Verwaltung abgeliefert haben. Zum Beispiel der jüngste Fall: Am vergangenen Montag steht ein Paar am Parkautomaten am Groner Tor und will einen Parkschein lösen. Im Vorbeigehen sagt ihnen im schroffen Ton ein angeblicher Ordnungsamts-Mitarbeiter, der Automat sei außer Betrieb.

Sie sollten eine Parkscheibe auslegen. Der freche Ton hat das Paar zu einem Anruf in der Stadtverwaltung veranlasst. Wenig später war klar: Der Automat war nicht kaputt, der Hinweisgeber entweder ein Scherzbold oder jemand, der sich Ordnungsamts-Rechte anmaßt.

Solche Fälle häufen sich. Mitte November versuchten sich in der Roten Straße zwei Personen, die sich als Bedienstete des Ordnungsamtes ausgaben, Einlass in eine Wohnung zu verschaffen. Sie verlangten von einer Mieterin, ihre Personalien anzugeben. Diese verweigerte beides. Die Verdächtigen entkamen unerkannt. Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich am 26. November in der Neustadt.

Dort stand ein Lieferwagen zum Entladen auf einem Gehweg. Wenn er nicht sofort wegfahre, so einer von mindestens zwei Unbekannten zum Fahrer, werden "wir das Bußgeld verdoppeln". Auch hier taten die Unbekannten so, als seien sie vom Ordnungsamt und fotografierten den Sachverhalt.

Schließlich am 4. Dezember ein Vorkommnis aus der Jüdenstraße. Dort montierten zwei Männer einen Weihnachtsbaum ab. Eine Frau sprach sie darauf an, was das solle. Sie seien "Mitarbeiter des Ordnungsamtes", sagten diese, und sie dürften das.

Einen Zusammenhang, sagt dessen echter Mitarbeiter Andreas Schmidt, könne man zwar nicht erkennen, aber die Stadt verweise vorsorglich schon einmal darauf, dass ihr offizielles Personal stets in erkennbarer Dienstkleidung unterwegs sei und sich mit dem Dienstausweis ausweisen könne. Im Zweifelsfall solle sofort die Polizei gerufen werden.

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