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Stadt will 187 weitere Krippenplätze schaffen

Kita-Bedarfsplanung Göttingen Stadt will 187 weitere Krippenplätze schaffen

Krippenplätze werden in Göttingen weiterhin stark nachgefragt. Das geht aus der aktuellen Kita-Bedarfsplanung hervor. Daher sollen bis 2021 weitere 187 Krippenplätze geschaffen werden. Nötig wären aber mindestens 330 Plätze, um den Bedarf komplett zu decken.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Allerdings sei die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Stadt ungleichmäßig verteilt, sagt Helmi Behbehani (SPD), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Rates. In der Oststadt, in Geismar und in der Südstadt sei der Bedarf am höchsten. Das habe die Auswertung der Belegungs- und Wartelisten ergeben.

Über den Bedarf in Grone könne man hingegen nur spekulieren, weil die Datenlage nicht aussagekräftig genug sei. „Aber gerade dort leben viele Familien mit Kindern“, sagt Behbehani. Und besonders Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund sollten ihrer Meinung nach möglichst schon in der Krippe betreut werden. Das sei vor allem für die Sprachbildung ungemein wichtig.

Auch die steigende Zahl an Flüchtlingen könnte Behbehani zufolge Auswirkungen auf die Kita-Bedarfsplanung haben. Davon geht auch die Stadtverwaltung aus. Allerdings sei das Thema in der Kita-Bedarfsplanung nicht gesondert aufgeführt. Man wisse einfach nicht, wie viele Kinder von Flüchtlingen tatsächlich in Göttingen betreut werden müssten. Es sei aber davon auszugehen, das in diesem Jahr der Anteil an minderjährigen Flüchtlingen steigen werde. Einer ersten Prognose zufolge würden deswegen etwa 100 Krippenplätze und 40 Kindergartenplätze zusätzlich benötigt, so die Verwaltung.

Das „größte Paket“ sei aber der Umbau und Ausbau von Ganztagsgrundschulen, erklärt Behbehani. In bestimmten Stadtteilen müssten Horte bestehen bleiben, wenn es kein gebundenes Ganztagsangebot gebe. Denn neben Krippenplätzen fehlen in der Stadt bis 2021 auch 104 Hortplätze.

Trotz der fehlenden Plätze gehöre die Stadt Göttingen landesweit zu den Kommunen mit den höchsten Versorgungsquoten für unter Dreijährige, betont die Verwaltung. Das lässt sie sich einiges kosten. Für Kinderbetreuung gibt die Stadt Göttingen allein in diesem Jahr knapp 27,4 Millionen Euro aus. Im Jahr 2019 könnten es nach derzeitigen Planungen bereits 29,4 Millionen Euro sein.

Mit dem Thema befasst sich der Jugendhilfeausschuss des Rates in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. März. Beginn ist um 16 Uhr im Neuen Rathaus (Sitzungsraum 118), Hiroshimaplatz 1-4.

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