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Lern- und Wanderjahre

Wilhelm Christian Müller Lern- und Wanderjahre

Ein sehr umtriebiger Mann mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe scheint der Wahlbremer Wilhelm Christian Müller gewesen zu sein. Seine Erinnerungen, unter anderem an sein Studium in Göttingen, schrieb er nieder. Nun veröffentlichte seine Urururgroßnichte Sibylla Bösenberg sie für das Göttinger Stadtarchiv.

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Ernst Böhme, Sibylla Bösenberg, Mechthild Reinhardt und Peter Aufgebauer stellen die neue Arbeit vor.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Müller hat jedem gute Ratschläge gegeben“, erzählt Mechthild Reinhardt. So habe er über Dritte etwa das Ende der Napoleonischen Kriege empfohlen. Gemeinsam mit Reinhardt arbeitete Bösenberg die Geschichte ihres Ahnen auf.

Geboren wurde Müller am 7. März 1752 in Wasungen in Thüringen. Einen Großteil seines Lebens verbrachte er allerdings in Bremen. Von 1770 bis 1774 studierte er in der Universitätsstadt. Seine Fächer waren unter anderem Logik, Physik und Metaphysik. Über die Veranstaltungen bei dem Philosophen und Naturforscher Samuel Christian Hollmann schreibt er, dass es manchmal gar zu Raufereien kam, weil die Studenten in den hinteren Reihen keinen guten Blick auf die Experimente hatten. Auch der Anatomie und der Universalgeschichte widmete sich Müller während seiner Studienzeit. „Er war eine Art Universalgelehrter“, sagt Reinhardt zum Wissensschatz Müllers. Zudem seien seine Erinnerungen zum Teil sehr detailliert. Zur Ahnenforschung kam Bösenberg über den Nachlass ihrer Großmutter. „Sie interessierte sich sehr für ihren Urgroßonkel“, sagt Bösenberg. Die Aufzeichnungen fand sie in der Stadt- und Universitätsbibliothek in Bremen. „Das ist eine ganz tolle Gelegenheit für uns“, freut sich Ernst Böhm, Leiter des Stadtarchivs und Herausgeber, über das Werk. fil

„Wilhelm M......‘s Lern- und Wanderjahre - Erinnerungen aus meinem Leben“, ist im Stadtarchiv Göttingen, Hiroshimaplatz 4, für 10 € erhältlich.

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