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Stadtbibliothek Göttingen: "Lebendige Bücher" erzählen

Abwechslungsreiche Geschichten Stadtbibliothek Göttingen: "Lebendige Bücher" erzählen

„Lebendige Bücher“ konnten Besucher am Sonnabend in der Stadtbibliothek „ausleihen“. Für eine halbe Stunde standen unterschiedliche Personen für Gespräche zur Auswahl. Die „Bücher“ erzählten von ihrem Beruf oder einem besonderen Hobby.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Carolin Hauck ist eines dieser „Bücher“. Die Triathletin ist in die Bibliothek gekommen, um über ihre Leidenschaft, den Sport, zu sprechen. „Ich bin in einer Läuferfamilie groß geworden“, erzählt sie. Ihre Eltern seien beide Marathon gelaufen und ihr Vater habe auch Triathlon gemacht. „Bei den Wettkämpfen war immer eine super Gemeinschaft“, so Hauck. Ihre erste Gesprächspartnerin, Ina Schulz-Fleißner, ist ebenfalls sportbegeistert. Früher sei sie viel gelaufen, eine Operation am Sprunggelenk habe sie aber zum Pausieren gezwungen. „Einen Volkstriathlon würde ich aber gern mal mitmachen“, sagt Schulz-Fleißner. Und so kommen die Frauen schnell ins Gespräch über Motivation, Gemeinschaftserlebnisse bei Wettkämpfen und Erfolge. Wichtig für Hauck: Es gehe nicht immer nur um „höher, schneller, weiter“. „Man muss damit glücklich und zufrieden sein“, sagt die Triathletin zum Sport. Ihre Motivation gebe sie gern an Andere weiter.

 

 

Auch „Bücher“ zu ernsteren Themen konnten die Besucher wählen. Barbara Ahlrichs arbeitet beim Ambulanten Hospiz in Göttingen. Sie erzählt aus ihrem Alltag, bei dem sie kranke Menschen begleitet. Emiko Herold hat sich bewusst für dieses Thema entschieden. „Meine Mutter starb an Alzheimer und Demenz“, sagt sie. Ahlrichs kam durch Todesfälle in der Familie zur Arbeit im Hospiz: „Ich habe meine kranken Eltern gepflegt und begleitet.“ So tauschen die beiden Frauen ihre Erfahrungen aus. Es sei in solchen Situationen wichtig, dass die Angehörigen auch Zeit für sich allein hätten, betont Ahlrichs. Die Hospizmitarbeiter gingen dann zum Beispiel mit den Patienten spazieren, „wenn sie das noch können“, so Ahlrichs. Schwierig sei die Arbeit mit Menschen, die nicht mehr kommunizieren können. „Sehr sehr interessant“, lautet Herolds Urteil zum Gespräch. Zum Abschied bedankt sie sich: „Toll, dass Sie das machen“. fl

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