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Stadtbibliothek Göttin­gen setzt nicht auf Zen­tra­li­sie­rung

Bibliotheken für Familien Stadtbibliothek Göttin­gen setzt nicht auf Zen­tra­li­sie­rung

Die Stadtbibliothek Göttin­gen setzt nicht, wie an­de­re Städte, auf eine Zen­tra­li­sie­rung. Durch eine Verteilung von Zweig­stellen auf die Außen­be­reiche, will sie den Zugang für Kin­der und Familien er­leich­tern.

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Ulrike Höltken (l.) und Imke Pohl  in der Zweigstelle Elliehausen.

Quelle: EF

Göttingen. Mit 286 750 Ent­lei­hun­gen mach­ten die Zweig­stellen 2014 zu­dem mehr als 25 Prozent sämt­licher Ent­leihungen der Stadt­bib­lio­thek Göttingen aus.

Zu Fuß erreichbar, „Fa­milien­orien­tiert und sehr per­sönlich“, sei das Konzept der Zweig­stel­len, sagt Bri­git­te Kromp­holz-Roehl, Leiterin der Stadt­bib­lio­thek. Nicht jeder könne die Bib­lio­thek im Stadt­kern zu Fuß er­rei­chen oder habe Geld für den Bus. Da­her sei es wichtig, dass es Zweig­stellen in den Ortsteilen gäbe.

Die großen Zweigstellen in Geis­mar, Grone und Weende sind auf den Besuch von Kindern und Fami­li­en ein­ge­stellt. Von den zirka 10 000 bis 15 000 Me­di­en sind in den drei Stellen je­weils mehr als die Hälf­te Kin­der­me­di­en. In Grone wurde bei­spiels­weise die Zweigstelle 2014 neu eröffnet und bietet Kindern nun eine um­zäun­te Ter­ras­se zum Spie­len. Der Kon­takt zu den Kin­der­gärten und Grund­schu­len in Grone sei in­ten­siv, da diese regelmäßig vor­bei­kommen wür­den. Zudem ver­sorgen die Mit­arbeiter  die Schule auch mit Bücher­kis­ten für den Unter­richt. Ein Service, den auch die an­de­ren Zweig­stel­len anbieten.

Die drei kleineren Zweigstellen in Nikolausberg, Elliehausen und Roringen haben einen we­sent­lich ausgeprägteren  Schwer­punkt im Kinderbereich: Sie sind kom­bi­nier­te Schul-Stadt­teil­bib­lio­the­ken mit 4000 bis 6000 Me­dien, von denen durch­schnitt­lich um die 70 Pro­zent Kin­der­medien sind. Die drei Zweig­stellen wer­den aus­schließ­lich von ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern geführt. Diese ha­ben einen besonders per­sön­li­chen Be­zug zu ihren Kun­den, da ei­nige bereits viele Jah­ren dort ar­bei­ten: Seit 38 Jahren betreut Angelika Hage­dorn die Kun­den in der Zweig­stelle Ro­rin­gen und kennt ihre Nutzer „in der zwei­ten und dritten Ge­ne­ration“, erklärt Krompholz-Roehl. Auch die beiden ehrenamtlichen Hel­fe­rinnen Ulrike Höltken und Imke Pohl arbeiten seit vielen Jahren in der Zweigstelle Ellie­hau­sen.

Da die Zweigstellen zuweilen in den Ortskernen liegen, sind sie in das Leben der äußeren Stadt­tei­le ein­gebunden: Besonders die Bibliothek in Ellie­hausen sei „am stärksten und besten in die Schule inte­griert“, erläutert die Lei­terin der Stadtbibliothek. Vie­le Eltern wür­den sie als Treffpunkt nut­zen um ihre Kin­der ab­zu­ho­len und dabei „schon einmal Medi­en aus­suchen“.

bl

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