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Als die Reformation nach Göttingen kam

Stadtführung zum Auftakt Als die Reformation nach Göttingen kam

Wie kam die Reformation nach Göttingen? Um dieses Thema ging es bei einer Stadtführung der Göttinger Tourist-Information am Sonntag.

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Auf den Spuren der Reformation in Göttingen: Stadtführerin Keindorf zeigt die Richtung an.

Quelle: Heller

Göttingen. Als Martin Luther 1517 seine Thesen veröffentlichte, die die Reformation auslösten, hatte man in Göttingen noch andere Sorgen, erzählte Stadtführerin Dr. Gudrun Keindorf. Erst zwölf Jahre später erreichte das Reformationsgeschehen Göttingen – dann ging es aber schnell. In Göttingen habe es keine reformatorische Lichtgestalt gegeben, die in die Stadt eingezogen sei, sagte Keindorf. Die Reformation sei hier tatsächlich von unten erfolgt, das Geschehen von Chronist Franciscus Lubecus überliefert. Treibende Kraft der Reformation in Göttingen waren die „Neuen Wollenweber“, die aufgrund ihrer besonderen handwerklichen Fähigkeiten nach Göttingen geholt worden waren, aber über weniger Rechte verfügten als die Alteingesessenen. Als sich im August 1529 eine große, traditionelle Prozession durch Göttingen bewegte, starteten die Neuen Wollenweber eine regelrechte Gegendemonstration, bei der ein Luther-Choral auf Deutsch gesungen wurde. In den folgenden Monaten drangen die Neuen Wollenweber auf die Einführung eines evangelischen Gottesdienstes in Göttingen und stellten auch politische Forderungen. Im Oktober 1529 gab es in Göttingen den ersten offiziellen evangelischen Gottesdienst in der Paulinerkirche. Eine neue Kirchenordnung folgte, und 1533 konnte die Stadt einen Ausgleich mit dem katholischen Herzog Erich I. erzielen. Im gleichen Jahr verließ des letzte Mönch die Stadt.

Mehr zum Reformationsjahr finden Sie auch in unserem Thema des Tages.

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