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Stadthalle Göttingen steht am richtigen Platz

"Beste Halle in Südniedersachsen" für Konzertveranstalter Stadthalle Göttingen steht am richtigen Platz

Die Stadthalle Göttingen spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt. Sie ist nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung der Lokhalle zu sehen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht von Prof. Stefan Luppold vom Institut für Messe-, Kongress- und Eventmanagement.

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Die Stadthalle Göttingen spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt. Sie ist nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung der Lokhalle zu sehen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Das Gutachten war im Zusammenhang mit dem Thema „Zukunft der Stadthalle“ von der Politik beauftragt worden.

Dabei ging es im Kern um folgende Fragen: Benötigt Göttingen eine Stadthalle? Befindet sich die Stadthalle am richtigen Ort? Wie wird die Stadthalle genutzt? Welche Position kann die Stadthalle im Kongress- und Tagungsmarkt und als Konzerthalle einnehmen?

Die Ergebnisse des Berichts liegen jetzt vor und werden in dieser Woche dem Kultur- und Bauausschuss des Rates präsentiert. Darin kommt Luppold zu vier wesentlichen Erkenntnissen:

  • Die Stadthalle spielt eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Bürger, ist Teil des urbanen Zentrums und daher wichtig. Dies zeigt sich in einer guten Nutzung und in der Struktur der Nutzung (Veranstaltungsarten-Mix). "Sie ist in dieser Rolle nicht Alternative zur Lokhalle, sondern eine von zwei Veranstaltungsstätten, die sich gegenseitig ergänzen", betont Luppold.
  • Die Stadthalle Göttingen steht am richtigen Platz. Das betonen nach Angaben von Luppold alle, die bei der Untersuchtung befragt wurden. Dies gilt auch, obwohl es Einschränkungen zum Beispiel bei den Parkmöglichkeiten gibt.
  • Für eine Ausweitung des Kongress- und Tagungsgeschäfts bietet die Stadthalle kein weiteres Potenzial. Das liegt laut Luppold zum einen an den Anforderungen (Hotelanbindung, Parkplätze, Workshop-Räume). Zum anderen an der Wettbewerbssituation.
  • Die Stadthalle Göttingen ist eine wichtige Spielstätte für das Göttinger Symphonie-Orchester und die Internationalen Händelfestspiele. In diesem Zusammenhang muss laut Bericht die Verbesserung der Akustik und der möglichen baulichen Erweiterung geprüft werden. Kultur-Veranstaltungen und Konzerte im Segment Unterhaltungsmusik sind demnach traditionell in der Stadthalle verortet – sie bietet Konzert-Veranstaltern in der bestuhlten Variante „die beste Halle in Süd-Niedersachsen“ und sichert so ein weiteres und für die Bevölkerung wichtiges Angebot unmittelbar in der Stadt.

 

Die Untersuchung wurde im Februar begonnen und endet mit dem jetzt abgeschlossenen Bericht. Zur Ist-Situation wurden Statistiken und Erhebungen, Analysen und Studien betrachtet. Daneben erfolgten Begehungen, Gespräche und drei Workshops. Zusätzlich wurden branchenspezifische Studien und Marktberichte herangezogen. Mit dem Thema befassen sich am Donnerstag, 10. Dezember, der Bau- und Kulturausschuss. Beginn ist um 16.15 Uhr im Ratssaal im neuen Rathaus.

Info

Die Stadthalle wurde im Jahr 1964 nach rund zweijähriger Bauzeit eröffnet. Insgesamt stehen 2600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche auf drei Ebenen zur Verfügung. Durch die baulichen Gegebenheiten sind unbestuhlte Veranstaltungen mit bis zu 1498 Besuchern möglich, davon 1240 im Großen Saal und 258 im Rang (sitzend). Bestuhlte Veranstaltungen sind möglich mit bis zu 1194 Personen, davon 936 im Großen Saal und 258 im Rang. Im Zeitraum 2011 bis 2014 wurden 510 Veranstaltungen in der Stadthalle ausgerichtet. Davon entfielen auf: Kultur (Händel, Klassik GSO, U-Musik) 61,6 Prozent, Tagungen/Kongresse 20,8 Prozent, gastronomische Veranstaltungen 6,7 Prozent, Ausstellungen/Messen/Märkte 3,6 Prozent und Sonstige 7,3 Prozent.

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