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Stadtteilbüro auf Leineberg eröffnet

Stadtteilbüro auf Leineberg eröffnet

Im Rahmen eines Modellprojekts hat ein Stadtteilbüro auf dem Leineberg eröffnet. Im Juni soll ein Mittagstisch starten. Die Städtische Wohnungsbau will zudem mehrere Millionen Euro zur Sanierung ihres Wohnungsbestandes investieren.

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Vor dem Stadtteilbüro des Leinebergs: Elvan Tekindor-Freyjer und Pastor Thomas Harms.

Quelle: Theodoro da Silva

Das Stadtteilbüro solle ein „Begegnungspunkt“ werden, sagte Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbandes Göttingen, im Sozialausschuss des Stadtrates. Ziel des Projekts sei es, die Lebens- und Wohnsituation auf dem Leineberg zu verbessern, erklärte Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck.

Das Stadtteilbüro befindet sich in der Einkaufszeile, Allerstraße 31, in den ehemaligen Räumen der Sparkasse. Pastor Thomas Harms, Koordinator des Projekts, möchte, dass „die Leineberger die Räumlichkeiten nutzen, sich hier treffen und sie zu ihren machen“. Am Mittwoch, 3. Juni, soll zudem ein Mittagstisch starten. Dieser solle zunächst montags, mittwochs und freitags angeboten werden.

Das Stadtteilbüro ist mit Elvan Tekindor-Freyjer besetzt, die von 9 bis 16 Uhr im Büro und telefonisch unter 0551/ 2054702 zu erreichen ist. 

Im Sozialausschuss gab es jedenfalls parteiübergreifend Lob für das Projekt, das mit einem Budget von 330000 Euro zunächst auf drei Jahre angelegt ist. Dabei soll in dem Stadtteil mit 2800 Einwohnern auch eine kulturen- und generationenübergreifende Nachbarschaftshilfe erprobt werden.

Das Konzept für das Projekt hat die Stadt gemeinsam mit dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis und dem Verein Freie Altenarbeit entwickelt. Bei einem Ideenwettbewerb des Bundesfamilienministeriums war man damit als eines von drei Projekten in Niedersachsen erfolgreich. Der Bund fördert das Projekt mit 50000 Euro jährlich, Ressourcen im gleichen Wert steuert die Kirche bei, darunter auch die Arbeitskraft von Harms. Mit 10000 Euro jährlich ist die Stadt beteiligt.

Der Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbau, Rolf-Georg Köhler, stellte zudem die Pläne des Unternehmens zur Sanierung seines Bestandes auf dem Leineberg vor. Geplant ist die Modernisierung von knapp 600 Wohnungen in den kommenden Jahren. Allein in diesem Jahr sollen sechs Millionen Euro investiert werden. „Wir bauen den Leineberg einmal neu“, so Köhler.

Von Jörn Barke

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