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Schneller mit dem Stadtbus

Stadtverwaltung will Busverkehr beschleunigen Schneller mit dem Stadtbus

Anschub für die Stadtbusse: Mit einem "flächendeckenden Busbeschleunigungsprogramms" will die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB), Busfahrten für Fahrgäste attraktiver gestalten. Auf vier Routen sollen dazu Ampeln dem Busverkehr Vorrang geben.

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Mit dem "Busbeschleunigungsprogramm" will die Verwaltung den Rad-, Fuß- und öffentlichen Personennahverkehr zu fördern.

Quelle: Archiv

Göttingen. Auf zwei Routen, der so genannten "Radialachse Nord" mit Weender Landstraße und Hannoversche Straße sowie auf dem ersten Teil der "Radialachse West" mit Groner Landstraße und Kasseler Landstraße sollen noch in diesem Jahr 21 Ampelanlagen eingesetzt werden. Diese gegen den Bussen den Vorrang gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.

"Schneller und pünktlicher"

Ein hoher Anteil der Busverspätungen entstehe durch Wartezeiten vor an Ampeln, erläutert Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Gleichzeitig seien "Reisegeschwindigkeit, Regelmäßigkeit und Beförderungsqualität" für die Fahrgäste wichtige Kriterien bei der Beurteilung des Nahverkehrsangebotes.

Diese "Qualitätsmerkmale" würden aber "wegen der Zunahme des Verkehrs, wegen der höheren Konzentration des Verkehrs auf die innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen und des dadurch bedingten verstärkten Einsatzes von Lichtsignalanlagen vermehrt externen Störungen ausgesetzt", stark beeinträchtigt.

Auch der Wegfall von gesonderten Busspuren oder getrennten Abbiegespuren im Stadtgebiet trügen zu Verspätungen bei, sagt GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke. Die Busse sollen "schneller und pünktlicher" werden. Die Reisezeit sei das wichtigste Kriterium der Kunden.

Förderung durch Landesnahverkehrsgesellschaft

So "gering wie möglich" soll der übrige Verkehr durch die Bevorzugung des Busverkehrs beeinträchtigt werden, sagt Johannson. Auch die "Leistungsfähigkeit" von Kreuzungen werde nach den Planungsvorgaben sichergestellt.

Bis 2019 sind diese Routen, eine Förderung durch die Landesnahverkehrsgesellschaft vorausgesetzt, geplant: 

2017: nordwestliches Stadtgebiet mit Grone, Egelsberg und Hagenberg sowie der zweite Teil der "Radialachse West" mit der Kasseler Landstraße

2018: erster Teil der "Radialachse Süd" vorrangig mit Geismar Landstraße und Hauptstraße

2019: zweiter Teil der "Radialachse Süd" mit Reinhäuser Landstraße, der nördliche Campus und die "Radialachse Nordwest" auf der Straße "An der Lutter"

"Klimaplan Verkehr"

Mit dem "Busbeschleunigungsprogramm" will die Verwaltung das im "Klimaplan Verkehr" verankerte Ziel umsetzen, den Rad-, Fuß- und öffentlichen Personennahverkehr zu fördern. Das Thema, so Johannson, sei völlig neu. "Eine entsprechende Privilegierung für den ÖPNV gibt es seit vielen Jahren auf dem Zug Berliner Straße / Bürgerstraße. Das Thema ist allerdings nicht konsequent weiterverfolgt worden", räumt er ein.

Weitere Ziele des im vergangenen Jahr vom Rat beschlossenen Klimaplanes sind die "Prüfung zur Einrichtung von Busspuren auf Hauptverkehrsstraßen", die "Definition von Bustrassen als Straßen, die in erster Linie dem Busverkehr zur Verfügung stehen und vom übrigen Kfz-Verkehr weitgehend entlastet sind", und die "Einrichtung von so genannten Kaphaltestellen anstelle von Busbuchten".

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