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120 Millionen Euro für das Ebertal

Quartier 120 Millionen Euro für das Ebertal

Der Umbau des Quartiers Ebertal im Bereich Steinsgraben, Lönsweg, Wörthstraße und Görlitzer Straße geht in die nächste Planungsphase. Am Freitag haben knapp 200 Mieter, Anwohner, Nachbarn an einer Informationsveranstaltung der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWB) und Stadtverwaltung teilgenommen.

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Historische Aufnahme der Ebertal-Siedlung.

Quelle: Archiv

Göttingen. Göttingen. Der Umbau des Quartiers Ebertal im Bereich Steinsgraben, Lönsweg, Wörthstraße und Görlitzer Straße geht in die nächste Planungsphase. Am Freitag haben knapp 200 Mieter, Anwohner, Nachbarn an einer Informationsveranstaltung der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWB) und Stadtverwaltung teilgenommen.

Es liegt ein Millionen-Projekt vor der SWB: Bislang besitzt die Gesellschaft in dem zehn Hektar großen Quartier 454 Wohnungen in 22 Häusern. 1100 Menschen wohnen dort. Am Ende der Umgestaltung sollen fünf Häuser saniert und 17 Häuser abgerissen und neugebaut sein - vier- bis fünfgeschossig, mit mehr Wohnungen. Mit rund zusätzlich 150 Wohnungen will die SWB ihren Bestand in dem Gebiet künftig auf 600 aufstocken. Das gesamte Investitionsvolumen gibt die SWB mit 120 Millionen Euro an. Die voraussichtliche Entwicklungsdauer des gesamten Quartiers wird rund zehn Jahre dauern.

Info

Die Verwaltung informiert über das Vorhaben „Grüne Mitte Ebertal“ im Internet auf der Seite ebertal.goettingen.de.

Eines versprachen sowohl Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) als auch SWB-Geschäftsführerin Claudia Leuner Haverich am Freitag den jetzigen Mietern der SWB im Ebertal: „Keiner muss wegziehen“, sagte Köhler. „Jeder Mieter bekommt eine bezahlbare Alternative im Quartier angeboten“, sagte Leuner-Haverich zur Beruhigung der SWB-Mieter, die den Eingriff in ihr Quartier nicht nur positiv sehen. Einige fragten sich, wieso die Umgestaltung überhaupt sein muss. Nach Leuner-Haverichs Angaben ist Bausubstanz der 17 Häuser so schlecht, dass sie nicht mehr wirtschaftlich saniert werden können.

Die SWB verfolgt mehrere Ziele: mehr bezahlbare Wohnungen, auch barrierefreie, altersgerechte, schaffen, das Gebiet besser zu durchmischen, soziale Einrichtungen und Gewerbe zu ermöglichen, das Gebiet öffnen und an die Umgebung anbinden oder die Nachbarschaft zu fördern. Gleichzeitig will die Stadtverwaltung die Infrastruktur im Viertel verbessern. So soll die Grundschule mit Mensa und Gruppenräumen erweitert werden, das AWO-Kinder- und Jugendhaus saniert werden. Außerdem soll es zu einer Begegnungsstätte für alle Anwohner werden.

Die Veranstaltung am Freitag war gedacht, um Anregungen der Anwohner aufzunehmen, damit diese in die städtebauliche Rahmenplanung einfließen können. Viele wünschten sich, dass die jetzt schon angespannte Parkplatzsituation verbessert wird, dass es einen Spielplatz im Quartier geben soll, dass die SWB-Häuser einen Balkon bekommen. Andere kritisierten die geplante Höhe der Neubauten mit vier bis fünf Stockwerke oder sorgten sich, dass die Mieten steigen werden. „Alle die jetzt hier wohnen, sollen auch künftig günstig wohnen“, sagte Leuner-Haverich.

All die gesammelten Anregungen, Bedenken und Kritik sollen in die ersten Planungsentwürfe für die Quartiersgestaltung eingearbeitet werden. Sie sollen bei der nächsten Info-Veranstaltung vorgestellt werden.

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